Lady Blood (F 2008)

lady-bloodSequel nach fast zwei Dekaden: Mit „Lady Blood“ setzt Jean-Marc Vincent („Eject“) den französischen B-Horrorfilm „Baby Blood“ von 1989 fort. Die Idee für die späte Weiterführung geht auf Hauptdarstellerin Emmanuelle Escourrou („Das Imperium der Wölfe“) zurück, die die Rolle der einst vom männermordenden Parasiten beherrschten Yanka neuerlich ausfüllt. In der Zwischenzeit hat ihre Figur Karriere bei der Polizei gemacht und bekommt es plötzlich mit einem Serienmörder zu tun, der die Erinnerungen an die vergangenen Schrecken schmerzhaft ins Gedächtnis zurücktreibt.

Yankas Vorgesetzter Laumier (Philippe Nahon, „Irreversibel“) glaubt an eine Verbindung zum organisierten Verbrechen. Schließlich ist Mafioso Pagelli (Serge Riaboukine, „Angel-A“) in der Stadt und drängt die Konkurrenz mit harter Hand und zweckentfremdetem Trennschneider aus dem Geschäft. Die Ermittlerin weiß es jedoch besser und versucht dem fremden Wesen in Menschengestalt zuvorzukommen. Ein Unterfangen, das nicht nur sie und die Kollegen, sondern auch ihre Familie in akute Gefahr bringt.

Zuschauer ohne Kenntnis des Originals dürften sich etwas verloren fühlen, über die Hintergründe des Vorgängers informiert Vincent nicht. Aber auch mit Wissen um die Ereignisse des Erstlings bleibt „Lady Blood“ verworren und atmosphärisch unterentwickelt. Beizeiten erinnert die Darstellung der Kreatur im Wirtskörper an den kleinen Klassiker „The Hidden“, wenn der Parasit die in Mitleidenschaft gezogene Fleischhülle einer Hautstraffung via Tacker unterzieht. Vor und hinter der Kamera agiert auf kleinem Pöstchen übrigens „Frontier(s)“-Regisseur Xavier Gens.

So blutig die Gewaltspitzen auch vorgeführt sein mögen, so ungelenk wirkt insgesamt die Inszenierung. Die Kameraarbeit gibt sich hektisch, der handgemachte Splatter soll wohl eher von der mangelnden Dichte der Erzählung ablenken. Die bemühten Darsteller bleiben unauffällig, werden von Buch und Regie aber auch zu keiner Zeit in gebotenem Maße gefordert. Wer das Original mag und selbiges nicht vergessen hat, der kann diesem nicht vollends üblen, aber doch weitgehend verzichtbaren Nachklapp eine Chance einräumen. Ein Muss ist der günstig produzierte Möchtegern-Schocker aber auf keinen Fall.

Wertung: (4 / 10)

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