Kate & Leopold (USA 2001)

kate-und-leopoldDer Herzog Leopold Mountbatten (Hugh Jackman) ist nicht unbedingt ein glücklicher Mann. Der wissenschaftlich interessierte Adlige soll im Jahre 1876 eine wohlhabene Lady ehelichen, um die leere Kasse aufzupolieren. Dies behagt ihm nicht sonderlich, doch sein Onkel sitzt am längeren Hebel und hat das letzte Wort. Dem Anlass zu Ehren wird ein Empfang gegeben, auf dem Leopold sich seine zukünftige aussuchen soll, doch fällt ihm dort der seltsam erscheinende Stuart Besser (Liev Schreiber) auf, der ihm bereits am morgen während der Eröffnung der Brooklyn Bridge aufgefallen ist. Als Stuart spitz kriegt, dass er bereits das zweite Mal von Leopold entdeckt wurde, flüchtet er. Doch Leopold folgt ihm und beide landen schließlich in unserer Zeit, denn Stuart hat ein Loch im Zeitgefüge entdeckt und ist somit in die Vergangenheit gereist.

Der Ausrutscher in Sachen Leopold soll nun in einer Woche wieder behoben werden, denn dann öffnet sich das Zeitloch erneut. Doch bis dahin lernt Leopold erst einmal die Nachbarin und Ex von Stuart, Kate McKay (Meg Ryan), kennen. Beide kommen sich näher und Kate glaubt Leopold kein Wort, dass er aus einer anderen Zeit kommt, sondern geht vielmehr davon aus, er sei ein Schauspieler, der sich voll und ganz mit seiner Rolle identifiziert. Doch der Gentlemen alter Schule erobert das Herz von Kate im Handstreich. Problematisch nur, dass er in einer Woche wieder in seine Zeit zurück soll.

Wenn man sich einen Film mit Meg Ryan anschauen will, weiß man ja eigentlich im Vorfeld genau was passiert und wie der Film ausgeht. Unzählige Male drehte sie im Endeffekt ein und denselben Film, nur mit unterschiedlichen Partnern. So bekam sie schon unter anderem Kevin Kline in „French Kiss”, Tom Hanks in „E-Mail für Dich” bzw. „Schlaflos in Seattle” und Tim Robbins in „I.Q. – Liebe ist relativ”, um nur mal einige zu nennen. Immer liefen die Filme nach dem gleichen Strickmuster ab und genau so geht es auch in „Kate & Leopold” vonstatten. Der Film ist vorhersehbar bis in die letzte Kleinigkeit, weil alles schon tausendmal gesehen und egal ob man nun kurz das Bad aufsucht, sich ein paar Eier in die Pfanne schiebt oder Zungenspiele mit der Freundin macht, man verpasst einfach nichts und kann problemlos wieder einsteigen.

Aber ist dies alles schlimm? Nein, absolut nicht, denn obwohl der von James Mangold („Durchgeknallt”) gedrehte Film nicht ein neues Element bringt, unterhält er einfach und vor allem Meg Ryan ist einfach wie immer nett anzusehen. Auch wenn sie vielleicht langsam mal ihr Rollenspektrum etwas überdenken sollte. Ihr Partner hier ist Hugh Jackman („X-Men”), den man ohne fürchterlich viele Haare gar nicht wiedererkennt. Seine Erlebnisse und Verhaltensweisen in der für ihn ungewohnten Umgebung sorgen doch für den einer oder anderen kurzen Lacher, auch wenn diese schon meilenweit vorher mehr als nur zu erahnen sind. Ebenfalls mit von der Partie sind Liev Schreiber, den die meisten wohl aus den „Scream”-Filmen kennen werden und der heimliche Favorit des Films, Breckin Meyer („Road Trip”), der einfach einne witzige Ader hat und den Bruder von Meg Ryan spielt. „Kate & Leopold” ist nicht der schlechteste Film dieser Art und kann auch für seine Spielzeit durchaus unterhalten. Doch lange hängen bleiben wird er nicht.

Wertung: 6 out of 10 stars (6 / 10)

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