Jungle Rot – Kill on Command (2011, Victory Records)

jungle-rot-kill-on-commandWenn bei JUNGLE ROT eines Bestand hat, dann die regen Wechsel von Labeln und Musikern. „Kill on Command“, Album Nummer sieben, wurde von Victory Records herausgebracht – vermutlich in der berechtigten Hoffnung, mit den renommierten Todesmetallern ein wenig Glanz in die von Heule-Hardcore entwertete Hütte zurückzubringen. Die Mannen um Sänger und Gitarrist Dave Matrise nämlich stehen seit Mitte der Neunziger für unerbittlichen groovenden Krawall ohne Schnörkel oder Feingefühl. Stattdessen gibt es ordentlich auf die Backen und nicht zuletzt auch den Nacken, kann das angeregte Kopfschütteln in knapper Taktung doch für einige Verspannung in der Schulterregion sorgen.

Auf „Kill on Command“ scheint über Gangshouts zwar hier und da mal der Hardcore durch, in der Hauptsache aber bleibt die Scheibe ein mit wuchtigen Riffs und treibenden Up-Tempo-Vorwärtsgängen betriebenes Brutalo-Dampfschiff zwischen Routine und gehobener Klasse. Der (relative) Abwechslungsreichtum wird nicht allein durch die disharmonischen Gitarrensoli und die konstanten Tempowechsel untermauert, sondern erhält auch über bisweilen (verhältnismäßig) ausladende Arrangements Ausdruck. So liefern Matrise und Mitstreiter einen spaßig stumpfen Kotzbrocken ab, der sich kaum einen Deut aus dem Fenster lehnt und nur so viel verspricht, wie die Historie der Band auch halten kann.

Wertung: (6,5 / 10)

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