John Coffey – Bright Companions (2012, Redfield Records)

Wild, amüsiert, behaart und vielleicht auch ein bisschen alkoholisiert sehen die fünf Herrschaften von JOHN COFFEY auf dem Foto ihres Promo-Blättchens aus. Aber das passt irgendwie auch alles zum rotzig fröhlichen Punk’n’Roll, den die Niederländer auf „Bright Companions” zelebrieren. Das Motto heisst dabei Klotzen statt Kleckern. Das Gaspedal wird durchgetreten, zwischen abgehen und mitgrölen liegen nur Bruchteile von Sekunden und unter den Lederjacken trieft der Schweiß. Die fette Produktion tut ihr Übriges dazu, für die Pelle Gunnerfeldt verantwortlich war, der schließlich schon Bands wie THE HIVES oder THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY ins rechte Licht rückte.

Dessen Erfahrung, gepaart mit der unbändigen Energie der fünf Musiker, mündet in einem guten Dutzend dreckiger Songs, die zwischen den rotzig gesungenen Parts immer wieder Platz für klarere Melodien und Gesangslinien bereit halten. Hardcore, Punkrock, Rock, vielleicht sogar Pop, JOHN COFFEY stehen all dem selbstbewusst und breitbeinig gegenüber. Was gefällt wird gleich umgesetzt. Bodenständig, ehrlich und vor allem gut. „Dirt & Stones” hängt die Messlatte gleich mal auf Olympia-Niveau und spätestens nach dem Titeltrack dürfte man sein nasses Shirt wechseln. Definitiv ein tolles Album!

Wertung: (7,5 / 10)

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