Jamies Elsewhere – They Said a Storm was Coming (2010, Victory Records)

jamies-elsewhere-they-said-a-storm-was-comingNeues aus der „Klingt genau wie…“-Ecke. Heute (wieder) mit JAMIES ELSEWHERE, die hierzulande schon mit ihrem Victory-Debüt „Guidebook for Sinners Turned Saints“ nahe gar nicht interessierten. Mit einer Überportion Weichspüler und von jeglichen Ecken und Kanten freigesprochen servierten sie einen Indie-/Post-Core-Schinken, der in der Übervorteilung simpler Emo-Klischees reichlich ranzig anmutete. Die Erwartungen an den Nachfolger „They Said a Storm was Coming“ dürften im Vorfeld denn auch, üben wir uns in vornehmer Zurückhaltung, recht niedrig gesteckt gewesen sein.

Eine kleine Steigerung vollzieht die Band, die man gefahrlos in einen Topf mit SILVERSTEIN, ENDWELL oder FOUR LETTER LIE werfen kann, dann aber doch. Die sanfte Dominante ist standesgemäßer Härte gewichen, statt gesungen wird in erster Linie geschrien. Das funktioniert besser als erwartet, weil sich die erhöhte Dynamik auch auf die an KADDISFLY erinnernde Verspieltheit der Gitarren überträgt. Frisch ist das wie Oma unter’m Arm, für den untersten Bodensatz im Jammertal der Beliebigkeit aber immer noch zu gefällig. Trotzdem nur noch für diejenige Hörerschaft geeignet, die von dieser Sparte partout nicht die Schnauze voll bekommt.

Wertung: (5 / 10)

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