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Hot Water Music - Live at Chicago (2013, No Idea Records)

16. Januar 2013· von Christian8.0 / 10
Hot Water Music - Live at Chicago (2013, No Idea Records)
Es läuft rund im Hause HOT WATER MUSIC. Nach dem Comeback im Jahre 2008 folgten gewohnt schweißtreibende Touren und auch das letzte Album wusste mit seinem rockigerem Grundton zu gefallen. Die letzte Tour dürfte sogar eine der erfolgreichsten überhaupt bei uns gewesen sein. Als Solo-Künstler genießt Chuck Ragan ohnehin noch einmal eine ganz andere, breitere Aufmerksamkeit. Wie gesagt, es läuft also. Mitten in dieser Phase gibt es nun ein neues Live-Album. Etwaigen Befürchtungen oder gar vorschnellen „Sellout“-Vorwürfen zum Trotz machen HOT WATER MUSIC aber wieder einmal alles richtig. Denn via No Idea Records bringt das Quartett ein Konzert von 2008 in die heimische Stube. Das Ergebnis darf getrost als Best-of-Zusammenstellung genannt werden und könnte als der ultimative Gral (in Punkto Songauswahl) ihres Schaffens bezeichnet werden. Aufgenommen wurden die Songs im bekannten Metro Club in Chicago. Auf zwei Scheiben tummeln sich insgesamt 30 Songs. Wer meint, nach dem Anfang („A Flight and a Crash“, „Remedy“, „Wayfarer“, „Trusty Chords“) würde es abflachen, der irrt. „Live at Chicago“ ist ein Sammelsurium großartiger Hymnen und Hits. Der Sound ist jederzeit - wie es sich gehört - authentisch. Nichts wurde im Nachhinein bearbeitet. Nicht jeder Akkord sitzt, nicht jeder Ton wird einwandfrei getroffen. Aber das sind eben HOT WATER MUSIC und ein besseres Live-Album für die heimische Stube hätten sie gar nicht bringen können. Denn so roh, ungestüm und mitreißend klingt die Bande aus Gainesville nun mal, wenn man sie von der Leine gelassen hat. Als Bonus gibt es noch eine 24-Songs umfassende DVD des Spektakels, die das Gesamtpaket dann vollends abrundet. Neben all den Hits gibt es auch ein paar gewohnt sympathische Ansagen und Liebesbekundungen in Richtung ihrer Fans (bspw. vor „No Division“). Natürlich sind Live-Alben immer so eine Sache, aber hier kann man einfach kein Haar in der Suppe finden. Ganz groß und - insbesondere für langjährige Fans - ein formidabler Start ins Jahr 2013. Tracklist: 1. A Flight and a Crash 2. Remedy 3. Wayfarer 4. Trusty Chords 5. Jack of All Trades 6. Rooftops 7. End of a Gun 8. Better Sense 9. Kill The Night 10. Instrumental 11. Free Radio Gainesville 12. Giver 13. All Heads Down 14. Moonpies for Misfits 15. God Deciding 16. I Was on a Mountain 17. No Division 18. Just Don't Say You Lost It 19. Old Rules 20. Swinger 21. Our Own Way 22. Choked and Separated 23. Manual 24. Paper Thin 25. Turnstile 26. 220 Years 27. The Sense 28. Alachua 29. Position 30. Hard To Know