Horace Pinker – Now and the Future (2025, People of Punk Rock Records)

Es vermittelt ein rundheraus gutes Gefühl, dass eine Band wie HORACE PINKER noch immer ihre Kreise zieht. Seit 1991 präsentiert das Gespann aus Tempe und Chicago in wechselnder Besetzung Punk-Rock mit Pop-Punk- und Indie-Abstechern. Die variable Dosierung der Hauptbestandteile erhält bis heute den Reiz – und führt auf „Now and the Future“, Album Nummer sechs, zu einigen unverhofften Highlights. 

Das beginnt schon beim temporeichen Opener „Call It a Day“, der mit viel Druck und mehrstimmigen Gesangsparts vom Start weg Lust auf mehr macht. Das folgende „Fear of Heights“ bedient, wie auch „Fix Me“, die pop-punkigen Einflüsse, was einmal mehr den Abwechslungsreichtum unterstreicht. Waschechte Hits serviert der Vierer dazu mit „Three Against Me“ und dem gesanglich weiblich unterstützen „Warmup for the Future“, die mit hymnischer Ader – und im Falle des Zweitgenannten einer ausschweifenden Rockigkeit – weit mehr als nur nostalgisch motiviertes Wohlwollen begünstigen.

Aber auch „Static Generate“ oder „Just Around the Corner“ stützen die durchweg positive Wirkung der Platte. Die Spielfreude bleibt im Verlauf der zehn Tracks nicht nur konstant spürbar, sondern erweist sich auch als ansteckend. Gerade dahingehend besteht die eigentlich große Leistung. Denn im Grunde müssen sich HORACE PINKER längst nicht mehr beweisen. Dass sie es mit „Now and the Future“ trotzdem tun, darf ihnen durchaus hoch angerechnet werden – und lässt hoffen, dass die Mannen um Sänger/Gitarrist Scott Eastman damit auch neue Fans finden werden. Verdient hätten sie es allemal!

Wertung: 7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

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