Home Grown – Kings of Pop (2002, Drive Thru)

home-grown-kings-of-popLange hat es nach dem Abflug von Drive-Thru-Aushängeschild NEW FOUND GLORY in Gefilde kommerztreibender Major-Bosse nicht gedauert, bis sich das kalifornische Label brauchbaren Ersatz geklont hat. Dieser veröffentlichte in Gestalt von HOME GROWN kürzlich sein mit „Kings of Pop” betiteltes Label-Debüt. Die Scheibe wird von Vertreiber und Band selbstredend als Riesenwurf propagiert, in Wahrheit allerdings pflügen HOME GROWN den ohnehin brach liegenden Pop-Punk-Acker auch nicht brauchbarer als die meisten anderen in diese Richtung agierenden Kollegen. Aber für innovative Musik steht der Name Drive-Thru so oder so nicht, vielmehr für weitgehend austauschbaren Cheesy-Punk für sonnige Tage. Nur dauern auch die nicht ewig.

Ähnlich verhält es sich auch mit „Kings of Pop”, dem drittem Longplayer von HOME GROWN, der 13 Songs grundlegend nett anzuhörenden, aber kaum eigenständigen Pop-Punk zu bieten hat. Endgültig vorbei scheinen die sorglosen Tage ihres 95er-Erstlings „That’s Business”, auf dem sie mit Ska-lastiger Rotzigkeit auftrumpften, seinerzeit noch bei Liberation Records und Burning Heart. Aber die Zeiten ändern sich nun mal und so bietet ihr jüngster Streich einzig tausendfach gehörte Melodien und Refrains, umlagert von belanglosen Texten. Wie so häufig ist auch diese Scheibe nicht wirklich schlecht, aber schlicht zu beliebig, um überzeugen zu können. So wird der Name HOME GROWN dank „Kings of Pop” in Zukunft sicherlich häufiger zu vernehmen sein. Ein Zeugnis über die Qualität ihres Schaffens legt dies allerdings nicht ab.

Wertung: (5 / 10)

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