Highlander III – Die Legende (GB/F/CDN 1994)

highlander-3„It’s finally over.“ – Kaum mehr als ein frommer Wunsch: Connor MacLeod

Das Sprichwort, aller guten Dinge wären drei, wurde durch die zweite Fortsetzung des 80’s-Kultfilms „Highlander“ nachhaltig falsifiziert. Dass es dieses Sequel grundlegend nicht gebraucht hätte, bedarf wohl keiner Erwähnung. Aber nach dem immerhin noch so großspurig wie unterhaltsam misslungenen zweiten Part schien der Variierungsspielraum des Themas ausgereizt. Was blieb also anderes übrig, als die Wiederholung des Originals? Nun ja, man hätte die Reihe einfach begraben und die Unsterblichen unsterblich lassen können. Denn dem Status der skurrilen Grundidee schadete auch dieser überflüssige Aufguss nachhaltig.

Aber einmal mehr musste die Show um jeden Preis weitergehen. Der unmittelbare Vorgänger wurde dabei beflissentlich ignoriert. Allerdings ist jener ohnehin in der Zukunft angesiedelt, so dass streng genommen auch Sean Connery als des Highlanders Mentor wieder hätte mitwirken können. Dessen Ableben im unerreichten Erstling wurde schließlich schon in Teil zwei nicht weiter beachtet. Connery allerdings wollte seine Karriere vermutlich unbeschadet belassen. Er hätte ohnehin nichts mehr ausrichten können in Andrew Morahans („Goal III“) stumpfem Abklatsch, der als billige Kopie zudem eine mehr als hanebüchene Entschuldigung für ein erneutes Duell der Unsterblichen bietet.

Denn der drollig kostümierte Kurgan-Nacheiferer Kane, gespielt von Mario Van Peebles („New Jack City“), trachtete dem wiederum von Christopher Lambert verkörperten Connor MacLeod bereits im mittelalterlichen Japan nach dem Leben. Connery-Ersatz Mako („Conan der Barbar“) wirft Zauberkraft sowie wichtige Nahkampfhinweise in die Waagschale und ermöglicht MacLeod vor seinem Tod die Flucht. Dabei stürzt die Höhle ein und nimmt Kane aus dem Turnier der Unsterblichen. So weit, so blöd. In der Gegenwart wird der Schurke von Archäologin Alex Johnson (Deborah Kara Unger, „Crash“) ausgebuddelt und macht sich auf den Weg ins verschneite New York, wo ihn der Highlander bereits erwartet.

Bevor sich der Schottenkrieger aber mit dem wüsten Mongolen beschäftigen kann, kehrt er von langer Sinnsuche aus dem arabischen Raum zurück. Widrige Umstände lassen ihn in der Psychiatrie landen, wo er Napoleon mit Zeitungs-Dreispitz trifft. Jawohl, trashig geht’s zu, ohne dass je die skurrile Qualität des klassischen Erstlings erreicht würde. Um den Plot bis zur finalen Konfrontation überhaupt am Laufen zu halten, darf sich die Polizei an MacLeods Alter Ego Russell Nash erinnern und ein paar Recherchen später stößt auch die zufällig selbst in New York lebende Alex auf ihn. Praktisch zudem, dass sie einer adligen Schönheit verblüffend ähnelt, die MacLeod in barocker Vergangenheit begehrte.

Von vereinzelt stimmungsvollen Bildern des winterlichen Big Apple abgesehen hat „Highlander III“ kaum Nennenswertes zu bieten. Die Action ist mau, die Story aufgewärmt und der Star lustlos. Nach dem vom Publikum abgewatschten zweiten Teil wurde geunkt, diese Fortsetzung müsse den Untertitel „The Apology“ tragen. Doch hatte der direkte Vorgänger wenigstens den Mut, die originäre Story fortzuspinnen. Bei Lambert und seinem Kondom-kauenden Gegenpart Van Peebles, die übrigens auch in „Gunmen“ gemeinsam vor der Kamera standen, triumphiert am Ende nur die Stagnation. Dass die beiden bis 2007 folgenden Sequels noch schlechter ausfielen, ist da nur ein schwacher Trost.

Wertung: (3 / 10)

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