High School U.S.A. (USA 1983)

high-school-usaEin Steckenpferd der Achtziger sind Teen-Komödien. Sicher, es gab sie davor („Porkys“) und ebenso danach („American Pie“), doch wurden sie nie harmloser eröffnet, familientauglicher und ohne Beschränkung auf das bloße sexuelle Erwachen. In dieser Zeit kam die Karriere des Michael J. Fox in Fahrt. Die Sitcom „Jede Menge Familie“ machte ihn bekannt, als Zeitreisender in der Kult-Komödie „Zurück in die Zukunft“ wurde er weltberühmt. Irgendwo dazwischen drehte er fürs Fernsehen „High School U.S.A“, den Pilotfilm einer nie realisierten TV-Serie.

Fox spielt Jay Jay Manners, einen kumpelhaft flippigen Außenseiter, der die Nerds, Geeks und Loser des lokalen High School-Umfelds gegen den arroganten Schnösel Beau Middleton („E.R.”-Star Anthony Edwards) aufbringt. An dessen Flamme Beth (Nancy McKeon, „Just Write“) schmeißt er sich beharrlich und ohne jede Scheu heran, was dem selbsternannten Regenten der Penne selbstverständlich gehörig gegen den Strich geht. Die Fronten klären soll ein Wettrennen. Nur verlangt es Jay Jays Wagen nach einer Generalüberholung.

Nein, originell ist das fürwahr nicht, was die Macher um den erprobten TV-Regisseur Rodney Amateau („Ein Duke kommt selten allein“) dem Publikum präsentieren. Aber es macht Spaß, auf einer unverhohlen realitätsfernen Ebene. Satirisches Potential geht dem simplen Plot ab, trotz blindem deutschem Lehrer (der Schäferhund ist kein Zufall) und Charakterklischees an der Schwelle zur Karikatur. Nachhaltig die Schau stiehlt dabei Crispin Glover, der in „Zurück in die Zukunft“ Fox´ Vater geben sollte, hier aber als fast genetisch vertrottelter Armleuchter Archie brilliert.

Der nagelneue Sportflitzer von dessen Vater (einer von vielen TV-Prominenten: „Gilligan“ Bob Denver) soll Jay Jay den Sieg über Beau garantieren. Als der jedoch Wind von der Sache bekommt, sabotiert er die Konkurrenz. Allerdings facht er das Selbstvertrauen – und den Erfindergeist – der schulischen Außenseiter damit erst so richtig an. Die Moral, wenn man sie denn so nennen möchte, ist simpel, die Heroisierung der Loser so unterhaltsam wie harmlos. Kein Film von Bedeutung, dafür einer mit (flachem) Witz und nostalgischem Charme. Den kann man getrost wiederentdecken.

Wertung: (6 / 10)

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