Heartsounds – Internal Eyes (2013, Flix Records)

heartsoundsinternaleyesFrüher waren Laura Nichol und Ben Murray in der Metal-Hardcore-Kapelle LIGHT THIS CITY aktiv. Nach deren Auflösung machten die beiden weiter, wenn auch auf völlig anderem musikalischen Terrain. Denn HEARTSOUNDS, die mit „Internal Eyes“ bereits ihr drittes Album präsentieren, stehen für die gute alte Zeit des Melo-Core und strecken ihre Fühler auch in Richtung Emo-Punk aus. Doch ist die jüngste Scheibe des Vierers aus San Francisco keine  Ode an die ewig gestrigen, sondern eine schick nach vorn rockende Herzensangelegenheit. Der Bandname kommt schließlich nicht von ungefähr!

Im gesanglichen Wechselspiel ziehen Nichol und Murray die Sympathien schnell auf ihre Seite. Den trotz reichhaltigen Gebrauchs des Wortes „fuck“ vornehmlich gefühlsbetonten Vocals stehen mitreißende Melodien zur Seite, die zwischen Anlehnungen an Pop-Punk und Melodic Hardcore für ein gestandenes Maß an Abwechslung sorgen. Songs wie „Cycles“, „Can’t Always Be Looking Down“ oder „The World Up There“ machen an der Schnittstelle von ROSEMATTER und A WILHELM SCREAM Laune, ohne sich in verschnörkelter Manier verbiegen zu müssen. Das mag nur bedingt überraschend anmuten, bleibt aber mit steter Bodenhaftung unaufgeregter Eingängigkeit treu.

Wertung: (7 / 10)

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