Heartsounds – Drifter (2011, Epitaph Records)

heartsounds-drifterEin Album wie „Drifter“ ist selbst für Epitaph nicht mehr alltäglich. Na klar, früher hätte man ein Werk wie dieses in jedem Monat des Jahres dreimal veröffentlicht. Heute sieht das Bandrooster ein wenig anders aus und dieser typisch melodische Punkrock, wie ihn HEARTSOUNDS im Stile der alten Schule nun mal pflegen, rückt dabei mehr und mehr in den Hintergrund. Insofern darf man gern mal wieder alte Epitaph-Bands wie 1208 oder PULLEY aus der Mottenkiste kramen, um im Falle von HEARTSOUNDS für brauchbare Querverweise zu sorgen.

Der Punkrock des Quartetts ist gewiss sehr poppiger Natur, was sich im Wesentlichen in melodischen und teils wunderbar mehrstimmigen Refrains und Chören wiederspiegelt. Vom Tempo her agiert man aber fast ausnahmslos im oberen Drehzahlbereich. Der Gesang ist butterweich und manchmal gibt es diesen auch im männlich-weiblichen Wechsel, was im Falle von „Echo“ auch mal nach 1997 klingen kann. Wobei ihnen die schnellen Abgehnummern wie „Don‘t Talk With Your Mouth Open“ deutlich besser stehen als diese eher Indie-/Emo-lastigen Rocksongs.

Bei „Elements“ haben sie sich in Form von STRUNG OUT-Frontmann Jason Cruz sogar noch namhafte Unterstützung ins Boot geholt, was gleich zu einem der Highlights von „Drifter“ führt. Neben einer kleinen Zeitreise durch die eigene CD-Sammlung eignet sich die Scheibe vor allem zur musikalischen Untermalung des Sommers. Genauso wie es Epitaph-Bands schon in den mittleren 90ern getan haben.

Wertung: (6,5 / 10)

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