Hanne Kolstø – Stillness and Panic (2013/2014, Jansen Plateproduksjon/Broken Silence)

hanne-kolsto-stillness-and-panicMit ihrem erst spät in Deutschland veröffentlichten zweiten Album „FlashBlack“ machte Hanne Kolsto Lust auf mehr. Praktisch erschien da, dass ihr nächstes Werk, „Stillness and Panic“, zu diesem Zeitpunkt vollendet und in der Heimat Norwegen auch bereits erhältlich war. Lange musste sich das neugierige Publikum also hierzulande nicht gedulden, bis es neues Material der vielversprechenden Elektro-Pop-Tüftlerin zu hören gab. Doch das Ergebnis ist ernüchternd und trotz großer Momente lässt die Platte überraschend kalt.

Zwar gibt es noch immer anmutige Hits mit düsterem Hauch – neben „One Plus One Makes One“ sind insbesondere „Someone Else“ und „Don’t Remember I Forgot You“ hervorzuheben –, zu viele Songs verbleiben jedoch auf einer Ebene phlegmatischer Momentauslotung. Kolsto hält sich emotional bedeckt und ersetzt die in Melancholie getränkte Poppigkeit ihrer Referenznummer „Carousel“ durch schwelgerisches Innehalten. Das funktioniert bei „Shiftswitch“ oder „Meiosis“ noch überzeugend, verfällt daneben aber leider zu häufig in zarte Monotonie. Ein schlechtes Album wird daraus in der Summe sicher nicht, allerdings doch eines, das den mit dem Vorgänger einhergehenden Erwartungen nicht vollends gerecht wird.

Wertung: (6,5 / 10)

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