Handbuch der Liebe (I 2005)

handbuch-der-liebeDie romantische Komödie hat es nicht leicht. In den seltensten Fällen gelingt es Regisseuren sie so zu inszenieren, dass sowohl Männer wie Frauen Spaß an ihnen haben. „Harry und Sally“ ist ein Beispiel, wie es gut funktionieren kann. Mit der italienischen Komödie „Handbuch der Liebe“ fügt Autor und Regisseur Giovanni Veronesi („For Love, Only For Love“) dieser kleinen aber feinen Riege von Filmen einen weiteren hinzu.

In vier Episoden werden vier klassische Phasen einer Beziehung beschrieben – vom sich Verlieben bis zum Verlassen werden. Da ist Tommaso (Silvio Muccino, „CQ“), der sich auf den ersten Blick verliebt, Barbara (Margherita Buy, „Geh Wohin Dein Herz Dich Trägt“), die von ihrem Mann betrogen wird und daraufhin ihren Job als Politesse auf’s widerlichste missbraucht oder Goffredo (Carlo Verdone, „Zorn der Vampire“), der erst nach einer schmerzlichen Trennung das Lieben wirklich lernt.

Mal kitschig, mal bitter – „Handbuch der Liebe“ ist ein Film, der sich ganz dem Gefühl hingibt. Sicher, vieles hat man schon gesehen, aber kann man einem Regisseur wirklich vorwerfen, wenn er die gute alte Liebhaber-unter-Bett-wenn-Mann-nach-Hause-kommt-Szene einmal mehr inszenieren? Die Schauspieler, im Ausland bislang so gut wie nie aufgetreten, geben dem Film den nötigen Charme. Es sind zwar nicht viele Charaktere, die Veronisi ins Feld führt, deren Zeichnung ist jedoch so liebevoll und ihre Darstellung so gelungen, dass es einem kaum auffällt, wie klein das Ensemble wirklich ist. Nicht, dass es darum ginge…

„Handbuch der Liebe“ ist ein wunderschöner Liebesfilm, der mal schmunzelnd und mal tragisch die unterschiedlichen Seiten der Gefühlswelt beleuchtet. In Italien war er so erfolgreich, dass eine Fortsetzung schon in der Mache ist – auch für Zuschauer hierzulande eine gute Nachricht.

Wertung: (7 / 10)

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