Hai Attack – Swamp Shark (USA 2011)

swamp-sharkEs wird immer schwieriger, deutsche Titel für amerikanische Beiträge zum Tier-Horror zu finden. Eine Überschrift wie „Swamp Shark“ reicht offenbar nicht mehr aus. Also wird daraus „Hai Attack“. „Shark Attack“ gab es in der Vergangenheit schließlich zu Hauf. Warum also nicht mal ein Quasi-Anglizismus? Der macht den Film nicht zwingend besser. Weil sich der Streifen aber ohnehin nicht sonderlich ernst nimmt und auch sonst passabel die Zeit vertreibt, wollen wir mal nicht so sein. Nur das leicht beschürzte Mädel auf dem Cover hätte sich der hiesige Verleih ob der Irreführung eindeutig sparen können.

Gebraucht hat auch diese Fernsehproduktion sicher niemand. Aber gemessen wird (nicht allein) der B-Film immer noch am Unterhaltungswert – und dahingehend macht Griff Fursts („Lake Placid 3“) Beitrag nicht einmal die schlechteste Figur. Das liegt weniger an den schwachen Computereffekten, als vielmehr dem launigen Cast. Ex-„Bond“-Bösewicht und „Maniac Cop“-Veteran Robert Davi mimt Sheriff Watson, der in einem Provinzkaff in Louisiana als Mittelsmann illegaler Tierverkäufe fungiert. Dabei gelangt ein Tiefseehai in die Sümpfe und labt sich fortan gütlich an Alligatoren und Einheimischen.

Dem Biest entgegen stellt sich Ur-„Buffy“ Kristy Swanson, die bereits in „Red Water“ gegen einen Hai im amerikanischen Süden zu Felde zog. Sie ist Rachel Bouchard, Eignerin des familienbetriebenen Restaurants Gator Shed, das der durchtriebene Watson dicht machen will, nachdem der Hai die ansässigen Alligatoren und dazu den lokalen Trunkenbold zerfetzt hat. Mit Bruder Jason (Jeff Chase, „The Mechanic“), dem offenkundig todgeweihten Geliebten Tyler (Richard Tanne) sowie dem undercover ermittelnden Bundesagenten Tommy Breysler (D.B. Sweeney, „Stiletto“) begibt sich Rachel auf Jagd.

Die ist angenehm fix abgespult und nervt trotz bewährter Klischees nicht so weit, dass der Spaß am blutigen Treiben allzu sehr getrübt würde. Der am Rechner entstandene Hai wird erfreulicherweise meist auch nur ansatzweise gezeigt, was die beschränkte Überzeugungskraft der Animationen doch zusätzlich dämpft. Spektakulär ist „Swamp Shark“ sicher nicht, dafür aber einigermaßen kurzweilig und auf der Spur des „Weißen Hais“ selbstironisch genug, um nicht mehr sein zu wollen als letztlich präsentiert wird. Ein nicht eben origineller, immerhin aber ausreichend vergnüglicher Genrebeitrag.

Wertung: (5 / 10)

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