H2O – Thicker Than Water (1997, Epitaph Records)

h2o-thicker-than-waterKlassischen Hardcore bedienten H2O nie. Allerdings stach er in ihren Anfangstagen noch deutlicher hervor. Der Erfolg ihres selbstbetitelten Debüts brachte den New Yorkern einen Vertrag bei Epitaph Records ein, wo 1997 ihre zweite Scheibe „Thicker Than Water“ erschien. Die hat mit Songs wie „Everready“, dem knappen „Wake Up“ oder auch dem Titeltrack einige Klassiker zu bieten, die auch heute noch gern live geschmettert werden. Vergleicht man die Platte rückblickend aber mit späteren Outputs, insbesondere dem Evergreen „Nothing to Prove“, wirken viele Nummern im Detail noch ungestümer und eine Spur weniger melodisch. Das liegt aber auch daran, dass Sänger Toby Morse zu dieser Zeit noch nicht zur vollen hymnischen Entfaltung ausgeholt hatte.

Die Verbindung von Hardcore mit Ostküstenprägung und Punk mit Westküstenflair hat durchweg Schmiss, wenn auch längst nicht jeder Beitrag den Boden unter den Füßen hinwegreißt. Ausfälle gibt es jedoch mitnichten zu beklagen, etwa wenn „Scarred Heart“ oder „This Time“ das ruppige und wütende Herz des Hardcore durch Punk-Rhythmen und eingängige Gesangslinien antreiben. Bei „I See It In Us“ oder „Phone Song“ steht der Punk im Vordergrund und weckt Erinnerungen an die melodischen Ausflüge von CIV, deren Sänger im Videoclip zu erwähntem „Everready“ einen Auftritt absolvierte. „Go“ oder das MARGINAL MAN-Cover „Friend“ hingegen gefallen durch ihre Ecken und Kanten. Zu entdecken gibt es also einiges auf dieser positiven wie packenden Platte. H2O waren eben schon zu Beginn ihrer Karriere große Klasse.

Wertung: (7,5 / 10)

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