Ghost Game (USA 2004)

ghost-gameEs gibt Filme, die sind trashig. Sie können unglaublichen Spaß machen, wenn man merkt, wie viel Liebe die unterfinanzierten Macher in ihre Streifen gesteckt haben. Es gibt auch Filme, die sind blöd. Die machen generell eher weniger Spaß – vor allem, wenn Kohle in Effekte gesteckt werden und dabei das Drehbuch vor die Hunde geht. Und dann gibt es noch Filme, die sind so blöd und dabei so trashig, dass es überhaupt keinen Spaß mehr macht sie anzuschauen. „Ghost Game“ ist einer der letztgenannten.

Sieben junge, attraktive Menschen wollen einfach mal ein Wochenende weg vom Stress der Großstadt verbringen. Also mieten sie sich in einer Holzhütte auf einer Insel mitten in einem Fluß ein – völlig ab jeglicher Zivilisation. Was sie nicht wissen: Vor vielen Jahren haben drei junge Hexen auf dieser Insel ein Ritual begonnen, aber nicht beendet. Als die sieben Urlauber eines Abends die in Form eines Spiels übrig gebliebenen Ritualgegenstände finden und eben jenes beginnen wollen, wandelt sich der Erholungsausflug zum Kampf ums Überleben.

Der Plot – wenn man’s denn so nennen kann – klingt ein bisschen wie „Jumanji“ für Erwachsene. Ist er prinzipiell ja auch – aber die Umsetzung von „Ghost Game“ spottet jeder Beschreibung. Wie der armseligste Amateurstreifen kommen diese knapp 70 Minuten Folter daher – sowohl in Bild wie Ton.

Dass die Dialoge – wenn man’s denn so nennen kann – dabei dämlich sind wie die Nacht finster, machen den kurzen, aber irgendwie doch auch sehr langen Film nicht gerade erträglicher. Spannend ist „Ghost Game“ übrigens in keiner seiner Szenen. Und anders als viele andere Filme von ähnlicher Drehbuchqualität versucht dieser Streifen gar nicht erst einen fehlenden Spannungsbogen durch heftige Gore-Effekte auszugleichen. Das einzig wirklich erschreckende an „Ghost Game“ ist wohl, dass Regisseur John Knee kürzlich einen zweiten Film gedreht hat.

„Ghost Game“ ist ein Film – wenn man’s denn so nennen kann –, dessen Existenz durch nichts zu rechtfertigen ist. Er ist dumm, langweilig und schlecht gemacht. Wie man auf die Idee kommen kann, einen solchen Schwachsinn noch der Ehre einer Synchronisation zu unterziehen und Menschen damit zu beschäftigen, ihn auf eine DVD zu bannen, um ihn einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist nicht zwingend nachvollziehbar. Selten wurden Rohlinge so offensichtlich verschwendet.

Wertung: (2 / 10)

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