Get Dead – Honesty Lives Elsewhere (2016, Fat Wreck)

getdeadhonestyEine der interessantesten Bands auf Fat Wreck – vielleicht sogar im gesamten Punkrock-Universum derzeit – sind GET DEAD aus San Francisco. Mit ihrem nölig rauen und bluesigen Punkrock hat die fünfköpfige Truppe einen gewissen Exotenstatus inne. Ihr eigenwilliger Sound passt zu einer zünftigen Kneipenschlägerei mindestens ebenso, wie für einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer. Ihr neues Album „Honesty Lives Elsewhere“ macht da keine Ausnahme.

Doch erst einmal drücken GET DEAD aufs Tempo. Der Opener „Silence“ lässt nichts anbrennen und das Organ von Frontmann Sam King klingt schon jetzt so, als habe er die letzten zwei Nächte kaum die Augen zu gemacht. Der krächzend heisere Gesang verleiht dem sonst gern gemächlichen Sound etwas ruppiges. Dem stehen hymnische Backing-Chöre gegenüber und lassen die Songs immer wieder harmonischer klingen. Das kommt vor allem bei „Dyin`Is Thirsty Work“ zum Vorschein, gewiss einer der Tresenfeger des Albums und ein lupenreiner Hit. Als Gegenstück ist vor allem das finale „Ordnance“ zu nennen. Der emotional melancholische Hammer wird nur von einer Akustik-Gitarre und einem Klavier begleitet. Ganz groß!

„Honesty Lives Elsewhere“ ist kein Album der großen Veränderungen. Dafür hat es Wiederkennungswert, Charme und das gewisse Etwas. Vielleicht ist es insgesamt etwas schneller, doch im Endeffekt macht die Band da weiter, wo sie mit “Bad News” aufgehört hat. Mehr war auch gar nicht notwendig.

Wertung: (8 / 10)

scroll to top