George Eastman ist tot

Den italienischen Schauspieler Luigi Montefiori kennen Fans des Exploitation-Kinos vor allem unter seinem Pseudonym George Eastman. Dabei war es zunächst die hünenhafte Statur des 2,06 Meter großen Mimen, der ab den mittleren 1960ern in zahlreichen Spaghetti-Western, Horrorfilmen und Thrillern zu sehen war, die ihn für eine Karriere vor der Kamera prädestinierte. Ein Indiz dafür ist seine Rolle als Minotaurus in "Fellinis Satyricon" (1969).
In der Hauptsache wirkte er aber im Genrekino mit und spielte u. a. in "Django tötet leise" (1966), "Hasse deinen nächsten", "Django und die Bande der Gehenkten" (beide 1968), "Hügel der blutigen Stiefel" (1969), "Wild Dogs" (1974), "Blut eines Bullen" (1976), "Emanuela - Alle Lüste dieser Welt" (1977), "Metropolis 2000", "The Riffs" (beide 1982), "Fireflash" (1983), "Blastfighter" (1984) und "Die Barbaren" (1988) mit.
Daneben war Eastman auch als Drehbuchautor tätig. So schrieb er beispielsweise am Western-Klassiker "Keoma" (1976) mit, ohne im Film selbst mitgespielt zu haben. Seine wohl berüchtigste Rolle schrieb er sich hingegen selbst auf den Leib: die des brutalen Menschenfressers in "Man-Eater" (1980). Gleiches gilt auch für den ähnlich angelegten "Absurd" (1981), "In der Gewalt der Zombies" (1980) oder "Porno Holocaust" (1981).
Eastman drehte wiederholt mit Regisseur Joe D'Amato, den er bei "2020 - Texas Gladiators" (1983) auch hinter der Kamera unterstützte. Mit "Lizard" legte Eastman 1990 aber auch eine eigene Regie-Arbeit vor.
Am 20. Mai 2026 starb Luigi Montefiori im Alter von 83 Jahren in Rom - wie es heißt an Altersschwäche.