Force of Execution (USA 2013)

force-of-execution„I’m the big dog here now. And my bite is far worse than your bite will ever be.“ – Bissig: Iceman

Steven Seagal kann nur Steven Seagal. Der korpulente Schlagetot ist entweder Ex-Supersoldat oder ehemaliger CIA-Agent. „Force of Execution“ ist da naturgemäß keine Ausnahme. Doch etwas ist anders. Denn nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst hat der von ihm gespielte Alexander Coates (oder wahlweise Mr. Alexander) eine Karriere als Crime Lord angestrebt. Sein Syndikat führt er mit harter Hand und der Forderung nach Respekt. Wer ihn hintergeht, muss sterben. Wie das aussieht, kennt man zur Genüge. Randchargen werden mit Fäusten durchs Interieur gescheucht, bis die Knochen brechen.

Da es mit der Agilität mittlerweile aber ein wenig hapert – mit 62 Lenzen mehr Selbstverständlichkeit denn Angriffsfläche für Spott –, müssen kaschierende Schnitte her. Überzeugend ist das nicht. Denn einen Gutteil seiner nicht eben üppigen Präsenzzeit sitzt der auch produzierende Seagal in der Gegend rum und nuschelt Anweisungen. Den körperlichen Part hat Bren Foster zu stemmen, der auch schon im Seagal-Vehikel „Maximum Conviction“ mitwirkte. Mit seiner Wollmütze geriert er sich als Colin Farrell des B-Actionfilms. Mehr als akrobatisch gereckte Glieder und fachmännisch geplättete Opponenten häuft er auf der Habenseite jedoch nicht an.

Sein Hurst ist langjähriger Bluthund ins Douglas’ Diensten. Doch als er im Knast den Iceman (Ving Rhames, „The Tournament“) umlegen soll, bläst er dem falschen das Licht aus. Da er aber ehrenhaft zu seinem Fauxpas steht, lässt ihm der gutmütige Gangsterboss lediglich die Hände mit einem Vorschlaghammer verbeulen (!) und verdammt ihn zu einem Leben auf der Straße. Aber wir ahnen es, die Qualitäten des Gossen-Djangos sind gefragt, als der Iceman aus dem Knast entlassen wird uns sich anschickt, das Territorium von Unterwelt-Platzhirsch Douglas mit Gewalt an sich zu reißen. Klar, dass in den Straßen bald Kriegszustand herrscht.

Das sorgt zwar für allerlei Schusswechsel und Keilereien, nur geht der Regie-Credit an Keonie Waxman (arbeitete mit Seagal u.a. bei „True Justice“ zusammen). Dessen inszenatorisches Geschick ist streng limitiert, so dass die Actionszenen trotz zahlreicher Erscheinung und zünftigem Gewaltanteil keine echte Qualität aufweisen. Foster macht in der eigentlich verheißungsvollen Zusammenkunft der gestandenen B-Recken Seagal, Rhames und Danny Trejo („Machete“), der als Restaurantbetreiber für moralische Stütze und allheilende Skorpione sorgt, noch die beste Figur. Der Rest sind chargierende Darsteller, ein kryptischer Alibiplot und lachhaft ärmliche Dialoge. Wer’s denn unbedingt braucht…

Wertung: (3 / 10)

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