Flu Birds (USA/D/RO 2008)

flubirdsDer (oder besser: ein) Billigfilm zur Vogelgrippe – mit ganz und gar schröcklich (an dieser Stelle bitte unbedingt das ´r´ rollen) animierten Riesenvögeln im Flugsaurier-Look von der Resterampe. Und natürlich talentresistenten Schauspielern, in deren Reihen sich auch der Monster-erprobte Lance Guest („Der weiße Hai IV – Die Abrechnung“) tummelt. Das erforderliche Handgeld für den Dreh im glamourösen Osteuropa steuerte die einschlägig verrufene Videothekenfutterschmiede Nu Image („Spiders“, „Octopus“) in Kooperation mit dem deutschen Produzenten Dr. Wilfried Ackermann („Offroad“) bei.

Im von Leigh Scott („King of the Lost World“) so blutig wie langweilig für die Mattscheibe heruntergekurbelten Seuchen-Thriller meets Tier-Horror-Murks wird ein wilder Haufen krimineller Teenager zwecks belehrender Spiele zur Vertrauens- und Teambildung in den Wald gekarrt. Dort aber wüten die bösen, ein tödliches Virus übertragenden Piepmätze, die von Scott Coulter („Spider City“) jenseits jedweder Überzeugungskraft gestaltet wurden. So folgt bald die große Attacke, während der sieben Jungspunden die Flucht gelingt. Den Posten des Anführers krallt sich der skrupellose Johnson (Jonathon Trent). Dabei muss er sich allerdings die moralischen Einwände der schlauen Eva (Sarah Butler) gefallen lassen.

Unterdessen dringt das Virus in ein nahe gelegenes Krankenhaus vor, das vom pflichtbewussten Staatsagenten Drake (Serban Celea, „Anaconda III“) ratzfatz unter Quarantäne gestellt wird. Ärztin Jacqueline Hale (Clare Carey, „Smokin‘ Aces“) macht sich mit ihrem Ex-Mann, dem Wildhüter Garrett Cole (Guest) auf die Suche nach den straffälligen Kids, bevor die von Drake ausgesandte Spezialeinheit jeden Gefahrquell in Kugel- und Bombenhagel ausmerzen kann. Bis zum rundheraus versöhnlichen Ende müssen die Schauspiellaien aber erst ihre Überlebensfähigkeit beweisen, was im Angesicht mieser CGI und noch mieserer Latexanzüge und Kopfmodelle der Killervögel schwer genug fällt.

Für den unerschütterlichen Zuschauerzirkel gibt es immerhin beizeiten was zu lachen, von standesgemäß trashigem Unterhaltungsirrsinn ist „Flu Birds“ (alternativ: „Flu Bird Horror“) aber ein ganzes Stück entfernt. Das Geschehen ist weitgehend langweilig abgespult und neben übertriebenen Schauspielversuchen halten einzig die bisweilen ruppigen Gewalteinlagen bei Laune. Ansonsten aber ist der Film ein rechtes Trauerspiel, das lieblos hingerotzt nur das Bedürfnis reflektiert, auf Kosten der medial aufgebauschten Pandemie-Hysterie ein paar Flocken zu verdienen. Gerade die aber sind an anderer Stelle (Frisör, Spätkauf) deutlich besser investiert.

Wertung: (3 / 10)

scroll to top