Flight of Fury – Unsichtbarer Feind (USA/GB/RO 2007)

flightoffuryseagalWenn deutsche Titel keinen Sinn ergeben: Aus „Flight of Fury“ machte der hiesige Verleih einfach „Unsichtbarer Feind“. Doch kann die Alternativbenennung unmöglich auf Hauptdarsteller Steven Seagal Bezug nehmen, dem es als Ritter der moppeligen Gestalt eigentlich aussichtslos erscheinen sollte sich erfolgreich vor seiner Gegnerschaft zu verbergen. Aber Hauptsache die Kampfwalze rollt wieder und pflügt mit der Feinfühligkeit eines Bulldozers die qualitativen Niederungen der hinteren Videothekenregale um!

Mit Joe Halpin, der diverse seiner Filme (u.a. „Into the Sun“) geschrieben oder produziert hatte, verfasste Seagal gleich auch das Drehbuch. Selbiges lässt ihn als Ex-Elite-Agenten John Sands einem gestohlenen Tarnkappenbomber (da liegt dann auch der titulierende Hase im Pfeffer) nachjagen und in bewährt hirnloser Manier Schurken verdreschen. Sichtlich gedoubelt wird der pfundige Haudegen erschreckend häufig, was die optischen Kaschierungsversuche bei den ohnehin billigen Actionszenen zusätzlich lachhaft erscheinen lassen.

Aber wie so häufig müsste man es eigentlich besser wissen. Denn von Filmen, die Seagal unter der Regie Michael Keuschs („Shadow Man“, „Attack Force“) absolvierte, ist erfahrungsgemäß nichts zu erwarten. Zwar bemühen sich die Macher um blutspritzenden Krawall in dynamischer Verpackung, die hohle Plotte und das tranige Spiel des Hauptdarstellers machen „Flight of Fury“ aber zu einem reichlich zähen Vergnügen. Seagal scheint einmal mehr tödlich gelangweilt. Als Zuschauer will man da natürlich nicht hinten anstehen.

Sands hat die üblichen 72 Stunden Zeit, um den Auftrag mit Sidekick Jannick (Mark Bazeley, „Das Bourne Ultimatum“) auszuführen und den hypermodernen Bomber aus terroristischer Hand zu erobern. Die Schurken wollen den Kampfjet natürlich gegen Amerika richten und haben mit Ratcher (Steve Toussaint, „Mutant Chronicles“) auch den passenden nestbeschmutzenden Army-Piloten bei der Hand. Kaum im Feindesland angekommen, wird Jannick von den Fieslingen gefangen genommen. Aber auf Hilfe war Seagal ja noch nie angewiesen. Dabei könnte er Beistand, zumindest in Bezug auf die Rollenauswahl, doch so dringend brauchen…

Wertung: (3 / 10)

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