Fire with Fire (USA 2012)

fire-with-fireHollywood-Star Bruce Willis hat sich längst jenseits des Actionfachs etabliert und überzeugt auch mit Auftritten in anderen Genres. Dabei spielt er gezwungenermaßen, wie u.a. der Thriller „16 Blocks“ zeigte, auch mit dem fortschreitenden Alter. Zwar zeigt der markante Glatzkopf in „Stirb langsam 5“ derzeit einmal mehr, dass er längst nicht zum alten Eisen zählt, doch begnügt er sich vermehrt auch mit unterstützenden Rollen in der zweiten Reihe. Eine solche bekleidet Willis in der Videopremiere „Fire with Fire“ wo er als verbissener Polizist zum (widerwilligen) Unterstützer der Hauptfigur wird.

Die, namentlich Jeremy Coleman, wird von Josh Duhamel verkörpert, der sich im Kino bislang vor allem in Nebenrollen („Transformers 1-3“) hervortat. Im wenig zimperlichen Action-Thriller von TV-Serien-Regisseur David Barrett (u.a. „The Mentalist“) – und hauptberuflichen Stuntman (u.a. „The Town“) – beweist er, dass er einen Film tragen und zudem auch schauspielerisch überzeugend ausfüllen kann. Sein Feuerwehrmann Jeremy lebt für den Beruf, muss sich vom bisherigen Leben jedoch verabschieden, als er Zeuge wird, wie Nazi-Gangster David Hagan (Vincent D’Onofrio, „Criminal Intent“) kaltblütig zwei Menschen erschießt. Um den vermeintlich unnahbaren Unmenschen hinter Gitter zu bringen, erklärt sich Jeremy bereit, vor Gericht auszusagen.

Aber Hagans Verbrechersyndikat, zu dem auch „Nip/Tuck“-Star Julian McMahon und Ex-Fußballprofi Vinnie Jones („Die Todeskandidaten“) gehören, verfügt über weitreichenden Einfluss und spürt den unliebsamen Mitwisser Monate später selbst im Zeugenschutzprogramm auf. Der hat in US-Marshall Talia Durham (Rosario Dawson, „Sin City“) in der Zwischenzeit seine große Liebe gefunden und wähnt neben sich bald auch sie in Lebensgefahr. Als er lieber rot als keinen Ausweg mehr sieht, entzieht sich Jeremy dem Staatsschutz und macht sich daran, Hagans Organisation dem Filmtitel entsprechend aufzumischen. Auf dem Weg dorthin kreuzt auch der produzierende Curtis ´50 Cent´ Jackson seinen Weg und liefert im überflüssigen Kurzauftritt Waffe und zweifelnde Worte.

Was folgt ist lange packend, allen voran weil Duhamel nicht als heroischer Rächer inszeniert wird. Laufend kassiert er Prügel und wenn er mal zur Folter greift, muss er sich gleich übergeben. Cop Mike Cella (Willis), der mit Hagan diverse Hühnchen zu rupfen hat, ahnt schnell, wer dem Verbrecher da Ärger macht, verschafft dem recht planlosen Vigilanten aber zumindest vorläufig Zeit. Bedauerlicherweise gerät der reizvoll besetzte und insgesamt gut gespielte Film im Schlussdrittel ins Stolpern und mündet in ein feuriges Finale, dem statt klärender Aspekte nur mehr der Abspann folgt. So zeigt sich schlussendlich eben doch wieder, woran den Machern wirklich gelegen ist. Schade, eigentlich.

Wertung: (6 / 10)

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