Fine Before You Came – It All Started in Malibú (2003, Green Records/Strange Fruit Records)

Bei näherer Betrachtung des beschaulichen Labels Strange Fruit Records offenbart sich beinahe unmittelbar ein gewisser Hang zu unabhängigen Klängen. Die stammen meist von hierzulande unbekannten Kapellen aus den südlichen Ausläufern Europas. Und dafür sollte man den emsigen Verantwortlichen bei Strange Fruit durchaus Dankbarkeit zollen. Denn sonst würden wohl Formationen wie MORNING BEFORE, THE UNFINISHED SYMPATHY oder FINE BEFORE YOU CAME in einem weitaus weniger beachteten musikalischen Rahmen ihr Dasein fristen.

Letztgenannte veröffentlichten kürzlich via Green Records ihr „It All Started in Malibú“ betiteltes Zweitwerk, welches nun ebenfalls zu Ehren einer Vinyl-Auswertung durch Strange Fruit gereift. Auf jenem zelebrieren die sechs Mailänder über die Dauer von sieben Songs, darunter einer in rein instrumentaler Erscheinung, eine eindrucksvolle Fusion aus vertracktem Gitarrenstakkato und harmonisch-schwelgerischer Melodieverliebtheit. Eingebettet in einen zurückhaltend persönlichen Kontext und versehen mit beinahe puristischer Aufmachung überzeugt der zweite Longplayer des Sextetts auf ganzer Linie und weist darüber hinaus eine gewisse Artverwandtschaft zu bereits erwähnten MORNING BEFORE auf.

Obendrein ansprechend produziert, wenngleich soundtechnisch längst nicht am Zenit angelangt, dürfte „It All Started in Malibú“ nicht nur Freunde der bisherigen Strange Fruit-Bandbreite bedenkenlos zufriedenstellen, sondern schürt definitiv Neugierde auf eines der seltenen Gastspiele von FINE BEFORE YOU CAME in unseren Breiten.

Wertung: (7,5 / 10)

scroll to top