Feuer, Eis & Dosenbier (D 2002)

feuer-eis-und-dosenbierWas erwartet man einem Film wie Mathias Dinters „Feuer, Eis & Dosenbier”? Nichts. Genau. War „Ballermann 6″ schon alles andere als witzig und gehört eher in die Kategorie „Überflüssig”, steht der hier präsentierte Ulk dem Gerhardt-Klaumauk eigentlich in nichts nach. Obwohl man durchaus einräumen muss, dass der Nachzügler dann doch einen kleinen Vorsprung auf der Sympathie-Leiter genießen kann. Anstatt Mallorca müssen hier die schneebedeckten Berge für allerlei pseudolustige Scherze unterhalb der Gürtellinie herhalten und Heidi wie auch James Bond werden ein wenig auf die Schippe genommen.

Der eigentlich sympathische, aber nicht unbedingt lustige Axel Stein („Hausmeister Krauße”) mimt den Zivi Josch und ist mit seinem Kumpel Türlich (Rick Kavanian, „Bullyparade”) nicht unbedingt der Stolz seines Chefs. Beide vertrödeln meist ihre Zeit und treiben allerhand Unsinn. Als sie mal wieder größten Bockmist bauen, werden die beiden Taugenichtse rausgeschmissen und fortan sollen sie zum Bund, statt das süße Leben eines Zivildienstleistenden zu führen. Dies behagt den beiden selbstredend nicht und da kommt ein Brief an Türlich den beiden sehr gelegen, doch mal in Ischgl vorbeizuschauen. Denn dort lebt sein letzter Verwandter und auch seine Sandkastenliebe. Gesagt, getan und so stehen die beiden plötzlich in der dicksten Apré-Ski-Fete.

Doch die Freude währt nur für kurze Zeit, denn der Alm-Öhi (Herbert Fux) ist Türlichs Verwandter und hat arge Probleme, da der Industrielle Tronald Dump (Christoph M. Ohrt) ihm seinen Berg abluchsen will. Der Öhi möchte natürlich das Türlich den Berg nach seinem Tode weiter in der Familie hält, doch die Abwerbungsversuche von Dump sind nicht von schlechten Eltern und schließlich sind Josch und Türlich zerstritten, der Berg soll gesprengt werden, Heidi (Eva Habermann) ist stinkig auf Türlich und der Öhi scheint tot zu sein.

Wer sich schon beim oben erwähnten „Ballermann 6″ ständig auf die Schenkel klopfte, der wird auch an diesem Film seine helle Freude haben. Die Witze zielen meist unterhalb der Gürtellinie, treffen aber nur selten ins Ziel. Verwechslungs-Sex mit einer alten Dame ist ebenso unlustig wie Christoph M. Ohrts permanentes Englisch-/Deutsch-Geplärre, das einem bereits nach sehr kurzer Dauer ganz gehörig auf die Nerven geht. Lustig ist allein die Tatsache, wer an diesem Filmchen niederer Qualität mitgewirkt hat. Da wäre zum einen Axel Stein, der vor kurzem bei Sat-1 ja seine eigene Comedy-Serie bekommen hat, aber auch dort sein komödiantisches Talent kaum zur Geltung bringen kann. Rick Kavanian ist auch nicht unbedingt eine Lachnummer und über Andreas Elsholz als Mann von der Bergwacht muss man wohl kein Wort verlieren.

Herbert Fux ist durch die vielen Titten-Filme ohnehin schmerzfrei und auch Christoph M. Ohrt scheint es egal zu sein, in welchen Filmen er mitspielt. Ob „Ballermann 6″ oder „Feuer, Eis & Dosenbier”, der Mann hat einfach keinen Stolz! Eva Habermann hat auch nicht viel zu sagen, steht eben rum und sieht gut aus. Einigermaßen zumindest. Zwei, drei brauchbare Gags sind aber dann schon enthalten und immerhin nervt der Streifen nicht so, wie es vielleicht den Eindruck macht. Nur ist er vom Stand eines witzigen Films Lichtjahre entfernt. Manchmal tut es ja ganz gut, das Hirn vor dem gucken auszuschalten, doch selbst das hat nicht unbedingt geholfen. Aber im Endeffekt genau das was man allein schon vom Titel erwarten konnte.

Wertung: (3,5 / 10)

scroll to top