Fear Factory – Transgression (2005, Roadrunner/Calcin Records)

fear-factory-transgressionEinst war FEAR FACTORY einer der bedeutendsten Vertreter des Industrial-Metal. Doch die Neunziger sind vorbei – und so scheint es, ebenso die ruhmreichen Tage des US-Amerikanischen Vierers. „Transgression“ ist das späte Scheitern einer großen Band, die mit „Obsolete“ und „Demanufacture“ prägende Werke auf die Musikwelt entließ. Die neue Scheibe ist das schwachbrüstige Produkt einer pseudokreativen Schaffensphase, in der meist gemächlich vor sich hinplätschernde Metal-Versatzstücke und kraftloses Gebolze die Führung ins Jammertal der Beliebigkeit übernommen haben.

Keiner der Songs auf „Transgression“ besitzt das eingängige Potential früherer Outputs. Zwischen heftigem Drumming und belangloser Instrumentierung verstrickt sich FEAR FACTORY in ein banales Dickicht bestenfalls durchschnittlicher Kompositionen. Deren Tiefpunkt ist das lächerlich weichgespülte „I Will Follow“, das mit poppigen Arrangements der belanglosesten Art aufwartet. Es ist positiv zu bewerten, wenn eine Band um musikalische Weiterentwicklung bemüht ist – hier ist Fortschritt aber gleichbedeutend mit Regress. Besser wird es sein, schleunigst den Mantel des Vergessens über diese Platte zu hüllen.

Wertung: (4 / 10)

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