Face to Face – Don’t Turn Away (1992, Fat Wreck)

face-to-face-dont-turn-awayAls FACE TO FACE 1992 via Fat Wreck ihr Debütalbum veröffentlichten, passte dies einfach. Die aus Kalifornien stammende Band um Frontmann Trever Keith verband schließlich diesen sonnengegerbten melodischen Punkrock mit vielen Hymnen, wie es damals so einige taten. So groß waren und sind die Unterschiede zu anderen Bands der damaligen Zeit gar nicht, obwohl FACE TO FACE schon mehr wie die kleinen Brüder von SOCIAL DISTORTION wirkten, als dass sie stets auf dem Skateboard zu Hause gewesen wären. Zudem hatten sie diesen Wiedererkennungswert, denn das fast etwas heiser klingende Organ ihres Sängers konnte man sofort heraushören.

„Don’t Turn Away“ lässt sich unter dem Begriff „Hitalbum“ zusammenfassen. Denn das Debüt der 1991 gegründeten Band fährt mit „You’ve Done Nothing“ gleich schweres Geschütz auf. Schnell folgt „Disconnected“, der vielleicht größte Hit, den FACE TO FACE haben. Auffallend hier die BAD RELIGION ähnlichen Background-Chöre, die den Songs etwas hymnisches verleihen. Instrumental ist man sicherlich eher einfach gestrickt, man spielt schnell und artig seinen Stiefel herunter. Das klingt zwar nicht wirklich innovativ, doch die Hitlastigkeit des Albums aber ist einfach nicht von der Hand zu weisen. „I Want“, „I’m Trying“, „Do You Care“ oder das etwas krakeligere „Pastel“ sind genüssliche Dreiminüter, mit denen FACE TO FACE schon damals einen Großteil der Konkurrenz in die Tasche stecken konnten. Pflichtprogramm, wenn es um das Thema melodischer Punkrock geht.

Wertung: (8,5 / 10)

 

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