Expire – Pretty Low (2014, Bridge Nine Records)

expire-pretty-lowEXPIRE sind wieder auf Krawall gebürstet. Dabei besteht für gesteigerte Aggression doch eigentlich kein Anlass. Denn ihr erster Langspieler „Pendulum Swings“, der vor rund zwei Jahren über Bridge 9 erschien, etablierte sie gleich als feste Hardcore-Größe und ließ sie auf diversen Touren die Welt bereisen. Aber ihre Musik duldet nun mal weder Verschnauf- noch Ruhepause und so knüpft das Folgealbum „Pretty Low“ nahtlos an den Vorgänger an. Für 11 Tracks benötigen die Mannen aus dem mittleren Westen der USA nicht einmal 25 Minuten. An der Marke von drei Minuten kratzt lediglich der finale Wutbatzen „Second Face“. Das sitzt!

Aber auch sonst ist alles an der bewährten Rezeptur des Metal-influenzierten Hardcore ausgerichtet. Als Referenz können noch immer TERROR oder RINGWORM dienen. Melodische Momente bleiben rar gesät, an ihrer statt setzt es Wucht und Geschrei. Ohne Schnickschnack, ohne Zierrat geht es kurz und bündig nach vorn. Das kennt man, wie EXPIRE beweisen aber eben nicht zur Genüge. Begeisterung ist dabei zwar relativ, aber mitzerrende Nackenschläge serviert die Band mit „Gravity“ oder „Callous“ ohne Frage. Ein bisschen Groove ist auch dabei, in der Hauptsache aber richtet sich diese musikalische Dampframme an solche Zuhörer, die es eher überschaubar strukturiert und möglichst angepisst mögen. Aber auch das kann das zweifelsfrei Spaß bereiten.

Wertung: (7 / 10)

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