Expire – Pendulum Swings (2012, Bridge Nine Records)

expire-pendulum-swingsEr lärmt wieder aus dem Hause Bridge 9. Und wie! Verantwortlich sind diesmal EXPIRE, deren erste Platte „Pendulum Swings“ für rabiate Klänge nach Qualitätsmaßstab der Neunzehnneunziger sorgt. Will heißen, es kracht an allen Ecken und Enden. Hier ist Hardcore noch Hardcore, aggressionsgesteuert und simpel auf den Punkt gefeuert. Leicht metallische Gitarren, dazu einen mörderischen Groove und ein waffenscheinpflichtiges Keif-Organ. Mehr braucht es nicht. Das Pendel schwingt vor, es schwingt zurück. Der Hörer tut es ihm gleich. Widerstand zwecklos.

Viele Worte müssen über EXPIRE nicht verloren werden. Sie erinnern an RAISED FIST, als diese noch ohne Rücksicht auf Verluste aus allen Rohren schossen. Oder die frühen TERROR. Nur noch reduzierter, noch unerbittlicher. „Pendulum Swings“ ist kalkulierter Minimalismus. Geboten wird trotzdem einiges. Da liegt, wenn schon keine Kunst, so doch das schlagende Argument. Zündende Ideen braucht es nicht. Sie wären nur Zierrat. Wäre die Platte eine Steuererklärung, sie würde auf einen Bierdeckel passen. Für dieses Review sollte dasselbe gelten. Ende.

Wertung: (7,5 / 10)

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