Excessive Force (USA 1992)

excessive-forceMcBain war gestern, heute kommt McCain. Mitnichten jedoch in Gestalt kross frittierter Kartoffelstreifen, sondern vielmehr als tougher Polizist im kriminellen Sumpf der ´Windy City´ Chicago. Und dort hat Terry McCain (Thomas Ian Griffith, „Death Connection“) alle Hände voll zu tun, der organisierten Kriminalität Einhalt zu gebieten. Nach dem gewaltsamen Tod dreier Kollegen fällt der Verdacht auf Mafioso Sal Di Marco (Burt Young, „Rocky“), dem Terry bald als Leder geht. Als der Cop den flehenden Mobster jedoch verschont, setzt er damit eine Ereignisspirale in Gang, die ihn ins Zentrum einer Verschwörung um einen Koffer entwendeter Mafiamoneten rückt. Im Alleingang geht McCain den Hintergründen auf die Spur – und sieht sich bald mit Gegnern aus den eigenen Reihen konfrontiert.

Hauptdarsteller Thomas Ian Griffith, der sein bleihaltiges Empfehlungsschreiben an die Filmwelt auch produzierte und verfasste, feierte seinen Einstand als Filmschauspieler in „Karate Kid III“ (1989). Neben Rollen in zahlreichen B-Movies absolvierte er Gastauftritte in namhafteren Projekten, darunter „John Carpenter’s Vampires“ (1998) und „xXx – Triple X“ (2002). An seiner Seite agieren der stets solide Lance Henriksen („Harte Ziele“), Charlotte Lewis („Men of War“) und „Candyman“ Tony Todd („The Crow“). Anbei tanzt sich James Earl Jones – der „Star Wars“-Oberschurke Darth Vader einst die Stimme lieh und Arnold Schwarzenegger in „Conan – Der Barbar“ an einen Baum knoten ließ – in den Winter einer großen Karriere.

Gute Action und routinierte Darsteller zerren „Excessive Force“ auf ein solides Mittelmaß – mehr aber auch nicht. Der schlichte Plot wirkt hausbacken und schematisch, die vorhersehbare Auflösung im Zuge handwerklich versierter Kloppe obligatorisches Beiwerk. Der Martial Arts-erprobte Held hätte auch Steven Seagal heißen können, ohne dass zu diesem Zweck die Vorzeichen hätten verändert werden müssen. Regisseur Jon Hess („Watchers“, „Alligator 2 – Die Mutation”) gelingt es nicht, seinem Film Tiefgang zu verleihen. Die Figuren bleiben blasse Handpuppen, die sich nach Willen der Macher vertrimmen oder erschießen. 1995 entstand eine Fortsetzung, die mit dem ersten Teil nur den Titel gemein hat.

Wertung: (5 / 10)

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