Enforcer – Trail of Darkness (2003, Crucial Response Records)

„Fuck You! Chuck Norris Rules!” – ´Hugh Grant´

Die mangelnde Klasse mancherlei Band manifestiert sich beizeiten in einigen wenigen Textzeilen, im Falle der norwegischen Hauptstädter ENFORCER bereits unmittelbar durch den plakativen Bandnamen. Doch die Adaption des Originaltitels von „Dirty Harry”-Streich Nummer drei bildet bei ENFORCER und deren durchaus ansprechender Debüt-EP „Trail of Darkness” lediglich den Aufhänger für ein straffes Hardcore-Gewitter der alten Schule.

Die sieben Songs werden in rasantem Tempo über launige 10 Minuten heruntergerasselt und erinnern dabei nicht von ungefähr an INTEGRITY oder die frühen SICK OF IT ALL. ENFORCERs ausgereiftes und stets den Blick nach vorn fokussiertes Spiel sorgt bei harsch gebellten Vocals und schweren Gitarren für bekömmliche Kurzweil, während die altgediente Straight-Edge-Gesinnung das Bestreben tiefsinniger Texte vermittelt. Mit „Trail of Darkness” können ENFORCER das Jammertal der Mittelmäßigkeit bereits hinter sich lassen, vermögen jedoch der Erwartung entsprechend keinerlei neuerliche Einflüsse zu Tage zu fördern. So ist „Trail of Darkness” wahrhaftig wie eine alte Chuck-Norris-Peitsch: kompromisslos und hart, nur eben nicht zwingend überzeugend.

Wertung: (6 / 10)

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