End of Days – Hate Anthems (2004, Spill the Blood Records)

end-of-days-hate-anthemsDas martialische Intro lässt das Ende aller Tage bereits erahnen, als der Bastard aus tiefschwarzem Metal und Hardcore über den Hörer hereinbricht. Also quasi die geeignete Platte, um ganze Landstriche in Schutt und Asche zu bomben! Vielleicht könnten die amerikanischen Feldherren END OF DAYS ja an die Stelle von Wagners „Walkürenritt” bei der Ausmerzung des internationalen Gesindels setzen. Ansonsten gibt es im Grunde wenig Neues aus dem Staate der Schreihälse und malträtierten Gitarren zu vermelden, will heißen der Fünfer aus dem schnuffen Ruhrgebiet entfacht auf „Hate Anthems” abseitig von Metal-Soli und überbordender Akustikgitarre einen sinistren Flächenbrand in der Tradition von DAY OF CONTEMPT, EARTH CRISIS und HATEBREED.

Dass die Jungs ihr Handwerk verstehen, brennt sich derweil bereits nach wenigen Akkorden in die Gehörgänge ein, liefern END OF DAYS doch schwere Kost für düstere Gemüter, erbaut auf beeindruckenden Songfundamenten und überschattet durch eine wahrhaftig mächtige Produktion. Vielschichtig und oftmals so undurchschaubar wie der dunstige Mittagshimmel über dem Ruhrpott, verkörpert „Hate Anthems” bei substanziellem Kontext ein hochgradig unbequemes Gemetzel mit beklemmender Stimmung und einem zentnerschweren Klumpen Wut in den Gedärmen. Von END OF DAYS, im übrigen den Trümmern von SURFACE entrungen, wird in naher Zukunft mit bestimmter Sicherheit noch öfter zu hören sein. Und zur Not verschaffen sich die Jungs eben selbst Gehör, an Einsatz und unbändiger Kraft mangelt es im Angesicht von „Hate Anthems” sicherlich nicht!

Wertung: 7 out of 10 stars (7 / 10)

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