Embers – The First Squall of an Evil Storm (2004, Beniihana Records)

Mit Ausnahme von BRIDGE TO SOLACE scheint Ungarn nicht gerade auf den Sektor des Metal-Core abonniert zu sein. Und doch unterstreicht auch „The First Squall of an Evil Storm“, das Zweitwerk von EMBERS, die vorherrschenden Qualitäten und die Umtriebigkeit der Osteuropäer auf diesem Terrain. Denn das Quintett aus Szombathely verbrüdert abgründigen Death-Metal mit mauerstürmendem Hardcore, führt zweistimmig herausgeschriene Verzweiflung mit einem wahnwitzigen Schlagzeug-Stakkato und klassischen Metal-Gitarren zusammen.

In Anlehnung an HEAVEN SHALL BURN oder ARCH ENEMY beschreiten auch EMBERS die Pfade des Genres in vollem Schweinsgalopp und durchbrechen ihr düsteres Treiben lediglich mit dem zarten Instrumentaltrack „Bridge“, das intermissionierende Auge des mächtigen Hurrikans. Gut produziert und in ein dem Kontext entgegentretendes Artwork gehüllt, dürfte sich manch langmähniger Kuttenträger im Angesicht von „The First Squall of an Evil Storm“ ein verhaltenes Tränchen der Freude aus den geschwärzten Äuglein pressen.

Wertung: (6 / 10)

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