Ein schwarzer Tag für den Rock ‘n Roll: Lemmy ist tot

lemmy-kilmister-copyright-mark-marek-photography2015 war kein schönes Jahr. Geprägt war es von Krisen, Kriegen und Skandalen. Wer kein unerschütterlicher Optimist ist, dem kann mit Blick auf die Zukunft schon ein bisschen bange werden. Und kurz vor dem Jahreswechsel dann das: Ian Kilmister, genannt Lemmy, Frontmann der legendären Rock ‘n Roll-Band MOTÖRHEAD ist tot. Er starb am 28. Dezember, gerade vier Tage nach seinem 70. Geburtstag. Wenige Tage zuvor war bei ihm Krebs diagnostiziert worden. Seit Monaten soll sich Lemmys Gesundheitszustand stetig verschlechtert haben. Berichten zufolge soll er auf der Jubiläumstour zum 40-jährigen Bestehen von MOTÖRHEAD ausgemergelt und kraftlos gewirkt haben. Auf ihrer Facebook-Seite spricht die Band von einem „kurzen Kampf mit einem äußerst aggressiven Krebs”.

Lemmy, am 24. Dezember 1945 im englischen Stoke-on-Trent geboren, war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Um ihn ranken sich unzählige Mythen und Geschichten. Eine davon besagt, dass er SEX PISTOLS-Bassist Sid Vicious Unterricht gegeben habe. Wenn auch nur kurz. Über sich selbst sagte Lemmy, er sei „49% Motherfucker, 51% Son of a Bitch”. So werden Idole geboren. Dazu ein Lebensstil, der anmutet wie purer Rock ‘n Roll. Sex, Alkohol, Drogen. Die beiden Letztgenannten waren ständige Begleiter. Diabetes und Herzschrittmacher änderten daran wenig. Lemmy wird bleiben, ebenso seine Musik. Neben MOTÖRHEAD spielte er unter anderem bei HAWKWIND und THE HEAD CAT. Mit ihm wird auch MOTÖRHEAD beerdigt. Wie die verbliebenen Mitglieder bereits verlauten ließen, wird mit dem Tode ihres Frontmannes und Aushängeschildes auch ein Schlussstrich unter die Band gezogen. Als Marke jedoch wird Lemmy bestehen bleiben. Für immer. Wir trinken auf dich alter Knabe!

 

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