Double Force (USA 1993)

double-forceIn der Rolle des „RoboCop“ gelangte Peter Weller zu Weltruhm. Doch wie so häufig färbte der Erfolg des Durchbruchs nicht auf die spätere Karriereentwicklung ab. Das belegt auch „Double Force“, ein vergnüglich ulkiges Söldnerfilmchen aus der Cannon-Schmiede, das den Zuschauer mit flotter Action und selbstironischen Darstellern in die banale Story saugt. Weller ist der Soldat Jake Wyer, der es sich als gut bezahlter Sicherheitschef unter dem südasiatischen Tyrannen Bosavi (Dom Magwili, „Drive“) gut gehen lässt. Das ändert sich schlagartig, als sein alter Freund und Partner Sam French (Robert Hays, „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“) versucht, den Diktatoren im Dienste eines Konkurrenten zu stürzen.

Die von French angeführte Mission endet in einem Fiasko und der Festsetzung durch die gegnerischen Truppen. Als Jake den Kumpan auf Geheiß des Herrschers töten soll, sind beide zu einer waghalsigen Flucht gezwungen. In der Folge werden sie vom CIA für die Ausbildung einer revoltierenden Minderheit in Bosavis Reich engagiert und finden sich plötzlich auf der anderen Seite des Regimes wider. Weil der Diktator aber Wind vom Putschvorhaben bekommt, geht er einen folgenschweren Deal mit der US-Regierung ein. Die Konsequenz ist die gewaltsame Niederschlagung des Widerstands, noch bevor der Kampf überhaupt begonnen hat. Klar, dass Jake und Sam das nicht auf sich sitzen lassen.

Mit lockeren Dialogen und ansehnlichen Darstellern hält „Double Force“, der im Original aufgrund der Angewohnheit seiner Hauptfiguren, wichtige Entscheidungen grundsätzlich durch den Wurf einer Münze auszuhandeln, mit „Fifty/Fifty“ betitelt ist, bei Laune. Regie führte Charles Martin Smith („Air Bud“), der als Darsteller – unter anderem wirkte er in Brian DePalmas „Untouchables – Die Unbestechlichen“ mit – einem breiteren Publikum bekannt sein dürfte. Unter seiner Führung wird das kurzweilige B-Movie zum soliden Schaulaufen etablierter Klischees. Der ohne ausufernde Brutalität auskommende Streifen hält seine Sympathie durch die gut gelaunten Akteure aufrecht. Das genügt für knapp überdurchschnittliche Zeitverschwendung mit dezentem Augenzwinkern. Nix für Feingeister, aber immerhin die angesprochene Klientel kommt auf ihre Kosten.

Wertung: (6 / 10)

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