Donots – Ten Years of Noise (2005, Sony)

donots-ten-years-of-noise10 Jahre sind im Musikgeschäft eine ganze Menge Holz und 10 Bandjahre in gleicher Besetzung heutzutage eher eine Seltenheit. Und doch gibt es erfreulicherweise hier und da noch Ausnahmen. In diesem Jahr können die DONOTS beispielsweise auf eine Dekade Musik, harte Arbeit, Schweiß und unzählige Konzerte zurückblicken. „Ten Years of Noise“ heißt die DVD, die es anlässlich dieses Jubiläums dieser Tage neu im Handel gibt und sie gewährt einen Einblick ins der Bandleben der fünf Ibbenbürener, die auszogen, um den Namen ihrer Heimat und den Punkrock in der Welt zu verkünden.

Herzstück der Zusammenstellung ist der Studiobericht aus der Entstehungszeit von „Amplify the Good Times“, dem Album, mit dem die DONOTS endgültig im Rampenlicht der deutschen und europäischen Indie-Szene ankamen und das ihnen einen enormen Zuwachs an Bekanntheit bescherte. Dort hat man die Möglichkeit, dem Haus-und-Hof-Produzenten Fabio Trentini über die Schulter zu schauen, Ingo beim Finden der geeigneten Gesangsmelodie zu beobachten oder einmal mit den DONOTS in den Supermarkt Dosenfutter kaufen zu gehen. Und wer’s nicht glaubt, auch bei den DONOTS liegt mal schlechte Laune in der Luft. Aber das bleibt – wen wundert’s – eher die Ausnahme. Alles wie gewohnt: auf Knopfdruck grinste Westfalen mit dem Schalk im Nacken. Komplettiert wird dieses Making of mit einzelnen Frage-Antwort-Schnipseln, bei denen jeder Döner seinen Senf zu mehr oder weniger wichtigen Fragen abgeben darf.

Wie es sich für eine Musik-DVD gehört, beinhaltet auch „Ten Years of Noise” sämtliche Videos der Burschen sowie diverse Entstehungsdokumentationen. Daneben gibt es eine exklusive Video-Version zu „Worst Friend / Best enemy”, das seinerzeit für den japanischen Markt mit einem Filmchen ausgestattet wurde. Von der Tatsache, dass die DONOTS ihren Ruf als große Live-Band zurecht haben, darf man sich via drei Mitschnitten des letztjährigen Hurricane-Festivals überzeugen. Und zu guter letzt gibt es eine ausführliche Bilderdokumentation mit persönlichen Kommentaren der Band. Dem Titel wird man allerdings nur via Fotos und zum Teil durch die Clip-Zusammenstellung gerecht, flimmernde Bilder aus Zeiten vor „Amplify the Good Times” fehlen hier leider gänzlich, was ich sehr schade finde. Ansonsten – auch in Anbetracht des umfangreichen Studioberichtes – eine runde Sache, die zwar keine neuen Seiten der DONOTS aufzeigt, aber die Sammlung der Fans durchaus komplettieren sollte.

Wertung: 7 out of 10 stars (7 / 10)

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