Die Rache der Königskobra (T 2010)

die-rache-der-koenigskobraDie Kobras sind los. Von ihnen heimgesucht wird ein thailändischer Wohnkomplex in wilder Lage. Die Bewohner (u.a. probende Rockband, juvenile Spanner) sind ahnungslos. Ersten Attacken der giftigen Schlangen folgt eine regelrechte Invasion. Deren biblische Ausmaße fordern zahlreiche Todesopfer, ehe eine Gruppe Überlebenswilliger der Reptilienhölle zu entkommen versucht.

Das Figurengeflecht in Thanadol Nualsuths Horror-Quark erinnert an gängige Katastrophenfilme. Aber im Gegensatz zu einschlägigen US-Produktionen bleiben die potenziell Todgeweihten eher klischeearm ausgestaltet und werden in der Erfüllung ihrer Schicksale zudem recht beiläufig von den Schlangen weggeputzt. Die Handlungsmuster der Protagonisten jedenfalls bleiben kaum nachvollziehbar und sind nicht selten von lachhafter Hysterie überschattet. Aber so ist wenigstens für bizarren Unterhaltungswert gesorgt.

Visuell bleibt „Die Rache der Königskobra“ bemüht, wobei die wacklige Kamera stets dicht am beizeiten recht blutigen Geschehen bleibt. Die künstlichen CGI-Tricks sind mäßig, aber das ist man von Streifen dieses Qualitätskalibers zweifelsfrei gewohnt. Das größte Problem des Films bleibt die zerfahrene Erzählweise, die neben Tier-Horror auch wenig sinnstiftende Mystery-Akzente setzt, wenn eine krause Frauengestalt durch dunkle Flure streift.

Auch die wirre Großmutter einer Protagonistin bringt ihr Scherflein überdramatisierten Trash-Flairs mit ein. Auf die Frage des Ursprungs der kriechenden Gefahr setzt es damit eine kopfschüttelnd kryptische Erklärung nebst aufgesetztem Familiendrama. Ungeachtet der nervtötenden Billig-Synchronisation ist an diesem Thai-Nonsens nicht alles misslungen. Weitegehend doof und öde bleibt es trotzdem. Aber auch das sind renitente Vielseher hinlänglich gewohnt.

Wertung: (3,5 / 10)

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