Die Königin der Verdammten – Herrin aller Vampire (USA 2002)

die-koenigin-der-verdammtenMein Gott, was ist dieser Film Scheiße! Es mag vielleicht etwas vermessen klingen, eine Kritik mit solch einer Einleitung zu beginnen, doch treffender kann man hier einfach nicht beginnen. 98 Minuten pure Langeweile, die bereits nach wenigen Minuten einsetzt und den kompletten Film über bleibt. „Die Königin der Verdammten” ist die Verfilmung von Anne Rice’ drittem Buch der „Chronik der Vampire”, aus der bereits „Interview mit einem Vampir” stammt – und gekonnt verfilmt wurde. Alle Beteiligten des damaligen Films lehnten es vorsorglich ab, in diesem Schund mitzuwirken, was ihrer Karriere nur gut tun kann.

In diesem Quark erwacht Vampir Lestat (Stuart Townsend) aus seinem jahrzehntelangen Schlaf, um die Welt zu erobern. Er hat das Dasein als Vampir doch merklich satt und als Frontmann einer Rockband und der Tatsache, aus seiner Erscheinung als Blutsauger kein Geheimnis machen zu müssen, liegt ihm bald die gesamte Welt zu Füßen. Die anderen Vampire sind von seiner Offenheit allerdings nicht unbedingt angetan und wollen Lestat bei seinem ersten und einzigen Konzert ans Leder. In der Zwischenzeit ist die Vampirkönigin Akasha (Aaliyah) nach Jahrhunderten der Ruhe durch die Musik von Lestat auferstanden, um ebenfalls die Herrschaft über die Welt anzutreten.

Wie bereits erwähnt, wird Langeweile in diesem Schmuch von Regiesseur Michael Rymer („Angel Baby”, „Perfume”) groß geschrieben und wer an Schlafstörungen leidet, sollte sich diesen Film am besten sofort zulegen, denn eine bessere Methode, um die Äuglein friedlich zumachen zu können, fällt einem beim besten Willen nicht ein. Die Darsteller sind eine Katastrophe. Angefangen bei Stuart Townsend („Resurrection Man”, „Shooting Fish”), der in keinster Weise in seiner Rolle zu überzeugen weiß, bis hin zur im letzten Jahr verstorbenen Aaliayah („Romeo Must Die”) verdient jeder Mitwirkende das die Note mangelhaft.Nebenakteure wie Vincent Perez („The Crow – City of Angels”) oder Lena Olin („Romeo is Bleeding”) helfen da auch nicht weiter.

Hinzu kommen die teilweise strunzdummen Dialoge der Protagonisten, die ebenfalls zum Schiffbruch des Films beitragen. Die Effekte sind allenfalls Durchschnitt und die paar Gewaltszenen reißen auch niemanden aus seinem Schlummer. So ist „Die Königin der Verdammten” ein Werk, vor dem man warnen muss, denn selbst erklärte Aaliyah-Fans werden hier ganz sicher keine Freude haben. Ein Film zum Abgewöhnen und das in wirklich jeder Hinsicht!

Wertung: (2 / 10)

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