Der weiße Hai 3 (USA 1983)

der-weisse-hai-3„Overman was killed inside the park. The baby was caught inside the park. It’s mother is inside the park.”

Nachdem „Der weiße Hai“ in zweiter Instanz nur noch marginalen Schrecken verbreitete, ließ der dritte Aufguss einzig die Verlagerung des Handlungsgerüstes übrig. Entsprechend sieht jene die Eröffnung eines submarinen Erlebnisparks an der Küste Floridas vor. Die Feierlichkeiten will sich auch der weiße Hai nicht entgehen lassen, wurde dessen Nachwuchs doch innerhalb der Anlage eingefangen. Der scharfzahnige Schurke labt sich gütlich an den Besuchern und ergeht sich in destruktiven Aktivitäten. Bis sich Sheriff Brodys zu voller Manneskraft herangereifter Sohn Mike (Dennis Quaid, „Dragonheart“) der Sache annimmt.

Was im Kino durch dreidimensionale Effekte Gänsehaut erzeugte, wirkt auf der Mattscheibe ziemlich flach. Trotzdem ist „Der weiße Hai 3“ kein schlechter Film. Da Raffiniertheit und Atmosphäre des Originals fehlen, wird diese Lücke mit Blut und Opfern geschlossen. Vordergründig wird auf Action gesetzt, was einer ausgeprägten Charakterentwicklung früh Einhalt gebietet. Entsprechend blass bleiben die Leistungen der Darsteller, unter denen sich neben Oscar-Preisträger Louis Gossett Jr. („Ein Offizier und Gentleman“) und Bess Armstrong („Höllenjagd bis ans Ende der Welt“) auch Lea Thompson („Zurück in die Zukunft“) tummelt.

Im Rahmen seiner geringen Spielzeit unterhält Teil drei der Killerfisch-Saga ganz passabel. Jedoch kann Inszenator Joe Alves, der sich als Art Director bei Spielbergs „Sugarland Express“ (1974) verdingt hatte, den Geruch nach altem Fisch kaum übertünchen. „Der weiße Hai 3“ blieb sein einziger Beitrag als Regisseur. Immerhin erzeugen die Unterwasseraufnahmen eine beständige Grundatmosphäre, was manch gelungene Kameraeinstellung – beispielsweise die Perspektive des Tauchers im Schlund des Hais – begünstigt. Der Weisheit letzter Schluss ist der solide Streifen sicherlich nicht. Doch stand der unsägliche Ausgang der Serie – vier Jahre später mit Michael Caine und „Die Abrechnung“ – noch aus.

Wertung: (5 / 10)

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