Death Warmed Up – Robot Maniac (AUS/NZ 1984)

death-warmed-upDr. Archer Howell (Gary Day) hat einen Traum. Er will der Menschheit doch tatsächlich Unsterblichkeit schenken! Und um dieses Ziel zu erreichen, geht er – welch Paradoxon – über Leichen. Als sein Partner Professor Tucker (David Weatherley) das Ausmaß des Größenwahns seines Kollegen erkennt und somit das vorzeitige Beenden der Versuche veranlassen möchte, tickt der Weißkittel gänzlich aus der Reihe. Auf dem Gang des Klinikums trifft er Tuckers Sohn Michael (Michael Hurst, „Bitch Slap”), den er – weshalb auch immer – zum Duschen auffordert.

Der junge mann kommt dem Ratschlag nach und wird von Howell prompt bei der körperhygiene beobachtet. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Der Physikus des Grauens pickst dem jungen Mann mit einer großen Spritze in den blanken Poppes (immer noch ein Schelm), der daraufhin nach Hause fährt, eine Pumpgun auspackt und Mutti und Vati über den Haufen schießt. In Folge dessen wird er erst nach 84 Monden aus der Geschlossenen entlassen, wobei er nicht nur wie ein gewisser Replikant aus „Blade Runner” aussieht, sondern auch wieder gesund zu sein scheint. Und eine Schnalle, Sandy (Margaret Umbers), hat er mittlerweile auch. Mit ihr und dem befreundeten Pärchen Lucas (Wiliam Upjohn) und Jeanny (Norelle Scot) fährt Michael auf eine entlegene Insel, wo Howell seine dämonischen Experimente weiterführt.

Mit dem Ergebnis, dass er degenerierte Famuluse kreiert, denen auch einfach mal so der Kopf explodiert. Andereseits erzeugt er aber auch untote Monstren, die seit 1968 aus der Dimension des B-Films nicht mehr wegzudenken sind: Zombies!!! Oder so etwas ähnliches. Auf der Sonnenseite haben wir Handmade-Splatter, einen überzeugenden Michael Hurst (Iolaus in der „Hercules”-TV-Serie) und wirklich atmosphärische Aufnahmen in einem Bunker unter Tage. Die dunkle Seite: Hursts Fremdschäm-Badehose, die Pseudo-Zombies und ihre allzu kurze Screen-time und das doch irgendwie merkwürdige Ende. David Blyths ´84er Reißer „Death Warmed Up“ genießt in Genrekreisen nicht unbedingt einen guten Ruf. Der Anfang ist gewiss ziemlich konfus, der Mittelteil von Längen nicht frei, wobei das Finale dann aber mit den begrenzten Mitteln, die der spätere „Power Rangers“-Regisseur zur Verfügung hatte, schnörkellose B-Kloppereien mit ziemlich hohem Gorefaktor serviert.

Zombiefans kommen allerdings nicht auf ihre Kosten, da die torkelnden Ungetüme zwar wandelnde Tote zu sein scheinen, aber aus dem einzig wahren Zombieversum des großen Schöpfers Romero stammen sie sicherlich nicht. Eigentlich sind sie eher eine Randerscheinung, da „Robot Maniac” (ein fürchterlicher deutscher Alternativtitel) eher dem fast klassischen Mad Scientist-Genre zuzuschreiben ist. Voll Retro und einige Jahre vor Peter Jackson und seinem Selbstläufer „Bad Taste“, ist der ältere ozeanische Horrorflick zumindest für Horrorallesgucker allemal sehenswert. Trotz Michael Hursts wahrlich unglaublicher Badebekleidung!

Wertung: (4 / 10)

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