Deadly Instincts – Die Bestie aus dem All (GB 1998)

deadly-instinctsSollte es tatsächlich (intelligentes) Leben in fernen Galaxien geben, dann doch bitte weniger lachhaftes als in „Deadly Instincts“. Filme wie dieser laufen für gewöhnlich im Nachtprogramm von RTL II. Und siehe da, auch diesen kruden B-Science-Fiction-Monster-Quark hat der Sender des beschränkten Geisteshorizontes im Repertoire. Um auf weitere Ausstrahlungen im Free-TV verzichten zu können, hat Sunfilm den bereits 1998 fabrizierten Mumpitz auf DVD nachgereicht. Eine – wenn überhaupt – nur für Die Hard-Trash-Fans lohnenswerte Investition.

Nachdem ein Meteorit vor einem Bostoner Mädchencollege niedergegangen ist, entsteigt ein garstiges Geschöpf den Trümmern. Eigentlich ist es ein groß gewachsener Schauspieler in einem Latexkostüm, der aber zumindest auf unfreiwillig komischer Ebene (s)einen Zweck erfüllt. Der übrige Cast genießt nicht das Privileg der rollenbedingten Vermummung und muss sich dem Spott des Zuschauers unverhüllt stellen. Dazu zählt der Billigfilm-erprobte Todd Jensen („Raging Sharks“), der als Lehrer Ashley auf die Spur des Ungeheuers kommt.

Zuvor aber bändelt er mit Studentin Louise (Samanmtha Janus, „East Enders“) an, deren Hilfe er bald bedarf. Denn Ashley selbst gerät in Verdacht, mit dem plötzlichen Verschwinden einiger Mädchen in Verbindung zu stehen. Tatsächlich aber ist es der Außerirdische, der den Damen zu Fortpflanzungszwecken nachstellt. Natürlich glaubt die Polizei dem Pädagogen kein Wort, schickt aber eine Spezialeinheit in die Kellergewölbe unter der Lehranstalt, um die krausen Mutmaßungen des Verdächtigen zu überprüfen. Bald herrscht unter den Uniformierten akuter Personalmangel.

Britische Schauspieler auf der Suche nach dem amerikanischen Akzent und eine Kreatur, die zwar mechanisch die Oberlippe heben kann, ansonsten aber reichlich ungelenk durch dunkle Flure stelzt. Mehr wird nicht geboten. Ein wenig Kunstblut vielleicht. Die Dialoge laden zur Heiterkeit, was einem schwachen Trost entspricht, wenn das Tempo im Mittelteil zum erliegen kommt. Auf eine abseitige Art ist Paul Matthews’ („Berserker“) billige Fantasterei recht spaßig geraten. Doch selbst das üppige Einseifen in der Damendusche kann nicht über die Misere dieser hoffnungslos dämlichen Billigproduktion hinwegtäuschen.

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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