Dead to Fall – Villainy & Virtue (2004, Victory Records)

dead-to-fall-villainy-and-virtueEntgegen solch schnelllebiger Trends wie Nu-Metal scheint das durch HATEBREED einst belebte Genre des metallenen Hardcores kaum abzuebben. Bands der immer gleichen Ausrichtung finden sich wie Sand am Meer, apokalyptische Platten wie das Amen in der Kirche. Mit ihrem über Victory Records veröffentlichten Zweitwerk „Villainy & Virtue” beschert das Ende des letzten Jahrtausends gegründete Gespann DEAD TO FALL der brachialen Szenerie einen weiteren Beitrag archetypischer Braukunst: Grimmiges Gegrunze, sich überschlagende Metal-Gitarren und donnergrollendes Schlagzeug-Stakkato, gepaart mit düsteren Doomsday-Texten und kryptischem Artwork.

DEAD TO FALL kombinieren skandinavische Metal-Abstufungen der Gangart AS WE FIGHT mit kompromisslosem Klangsuizid der Marschrichtung REMEMBERING NEVER und MARTYR A.D. – grundlegend überzeugend, doch im Kern lediglich eine Band unter zahllosen anderen. Wie eine tosende Gewitterfront jagen die 10 Tracks über die Gemüter hinweg, obgleich „Villainy & Virtue” nur in wenigen Momenten echte Atmosphäre kreiert. Kein Totalausfall, doch ein gutes Stück abseits der stilistischen Führungsriege domestiziert, ist DEAD TO FALLs neueste Ausgeburt wirklich nur eingefleischten Freizeit-Moshern zu empfehlen.

Wertung: 6 out of 10 stars (6 / 10)

 

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