Dead Heat (USA 1988)

dead-heatEin Buddy-Actioner mit Zombies. Wenn das nicht nach den quietschbunten Achtzigern klingt! Tatsächlich zwängt „Dead Heat“ die Prämisse des B-Klassikers „Re-Animator“ ins Korsett eines Kumpel-Copfilms, der durch ruppige Comicgewalt und doofe Typenkomik bei der Stange hält. Treat Williams („Hair“) und Ex-„Saturday Night Life“-Comedian Joe Piscopo spielen die Kollegen Roger Mortis (!) und Doug Bigelow. Im erstaunlich herben Auftakt werden sie zu einem Juwelier gerufen, der gerade von zwei brutalen Gangstern überfallen wird.

Nur sind die nicht irgendwelche Verbrecher, sondern Untote, die dem Dauerfeuer des angerückten Polizeikommandos unbeeindruckt gegenüberstehen. Bis den beiden endlich der Garaus gemacht wird, haben sie den Polizeiapparat von Los Angeles merklich dezimiert. Dem Vorgesetzten des chaotischen Duos Williams/Piscopo sind die Verlustzahlen schnuppe, er lässt angesichts des zerstörten Materials lieber standesgemäß den Choleriker raushängen. Ja, der vom renommierten Cutter („Terminator 2“) und Gelegenheitsregisseur („The Punisher“) Mark Goldblatt inszenierte Nonstop-Nonsens ist purer Trash. Selbstironisch zwar, aber auch albern bis zur Schmerzgrenze.

Die Ermittlungen führen die Cops zu Dante Laboratories, einer dubiosen Firma, die Tote mit Hilfe einer von Wissenschaftler Loudermilk (ein später Nebenpart für Grusel-Ikone Vincent Price, „Die Fliege“) entwickelten Maschine ins Leben zurück bringt. Die Verheißung ewigen Lebens ist aber ein Trugschluss, immerhin zerfallen die Körper der Reanimierten nach kurzer Dauer. Als Mortis seinem Namen alle Ehre macht und getötet wird, sorgt Freund Bigelow für seine Wiederbelebung. Gemeinsam spüren sie dem Verantwortlichen Doktor McNab (Darren McGavin, „Airport ’77“) nach und versuchen ihn zur Strecke zu bringen, ehe der zombifizierte Roger sich in körperliches Wohlgefallen auflöst.

Als Running Gag wird der Zombie-Bulle von Kugeln durchsiebt. Mehr als ein verhaltenes Schmunzeln kann „Dead Heat“ aber nicht einfordern. Schauspielerisch unterbieten sich alle Beteiligten fortwährend und vor allem der peinlich frisierte Piscopo erweist sich als komödiantischer Rohrkrepierer par Excellence. Die deutsche Synchronfassung bringt immerhin noch den ein oder anderen launigen Spruch über die Lippen der Protagonisten, in Sachen Action und Humor ist der geneigte B-Freund an anderer Stelle aber deutlich besser aufgehoben. Wenn er da auch auf die Dreingabe der Zombies verzichten muss.

Wertung: (5 / 10)

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