Dave Hause – Devour (2013, Rise Records/Uncle M/Cargo Records)

davehausedevourDAVE HAUSE ist auch einer dieser Ur-Sympathen des Punk-Rock. Mit den LOVED ONES noch in roheren Gefilden unterwegs, zieht er nun weitgehend alleine mit einer Gitarre seine Runden. Anfangs noch im Fahrwasser seines Kumpels CHUCK RAGAN, hat sich der Sänger nun aber auch auf eigenen Beinen behauptet. Das Debüt „Resolutions“ hatte Charme und gehört sicherlich zu den Highlights all der (Punk-Rock-)Solo-Geschichten der letzten drei, vier Jahre. Mit „Devour“ veröffentlicht der Musiker nun sein zweites Solo-Album.

Wobei „Devour“ weniger Solo klingt als das Debüt. Das Gros der Songs wurde mit kompletter Band eingespielt. Die Kombination aus Gesang und Gitarre gibt es nur selten. Das überrascht ein wenig, weiß aber meist trotzdem zu überzeugen. Der Opener „Damascus“ bricht spät aus und setzt ein erstes Ausrufezeichen. „We Could Be Kings“ oder „Becoming Secular“ können direkt nach THE GASLIGHT ANTHEM laufen. Dieser rockige Einschlag, der natürlich auch an seine LOVED ONES erinnert, ist eher die Regel denn die Ausnahme.

Deutlich ruhiger, melancholischer wird es mit dem tollen „Before“. Auch „Bricks“ ist etwas für die dunkleren Tage im Leben. Doch die sollen hier gar nicht im Mittelpunkt stehen. Denn das Album, mit seinen vielen kleinen Alltagsgeschichten, hat Schmiss und Elan, Melodien und Energie genug, um wenigstens einmal am Tag für ein kleines Lächeln zu sorgen.

Wertung: (7 / 10)

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