Das gibt Ärger (USA 2012)

das-gibt-aergerEs ist ein bisschen wie in den klassischen „Spion & Spion“-Comicstrips aus dem MAD Magazine. Nur eben in Kombination mit gängigem RomCom-Stoff. Zwei Geheimagenten stellen sich wo sie nur können ein Bein, um im Kampf um das Herz einer Frau die Oberhand zu gewinnen. Klingt banal? Ist es auch, aber wer würde von einer schnelllebigen Hollywood-Posse schon mehr erwarten als 90 Minuten triviale Gehirnerweichung mit soliden Lachern. Dass „Das gibt Ärger“ letztlich aber passabel unterhält, bleibt vor allem den munteren Hauptdarstellern zu verdanken.

„Star Trek“-Captain Chris Pine und „The Dark Knight Rises“-Bösewicht Tom Hardy spielen die befreundeten US-Agenten Foster und Tuck. In einer mehr als öden Rahmenhandlung töten sie während eines Zugriffsversuchs auf Gangster Heinrich (Til Schweiger, „The Courier“) dessen Bruder. Die unweigerlich aufkeimenden Rachegelüste des schablonenehaften Unmenschen müssen aber vorerst hinten anstehen. Sie braucht der Plot erst fürs überzogene Finale. Davor dürfen sich die resoluten Staatsschützer in die gleiche Frau verlieben – und mit allen Mitteln um ihre Gunst buhlen.

Objekt der Begierde ist Lauren (Reese Witherspoon, „Vanity Fair“), eine lebensfrohe Produkttesterin mit Faible für Kunst. Die ist anfangs vom britischen Charme Tucks angetan, fühlt sich schließlich aber auch von Womanizer Foster angezogen. Das ´Gentleman‘s Agreement´ der beiden hat jedenfalls nur kurzzeitig bestand. Und so wird die ahnungslose Lauren zum Spielball zweckentfremdeter geheimdienstlicher Techniken und Taktiken, bei denen die Bloßstellung des Kontrahenten im Mittelpunkt steht. Wer das Rennen am sowohl gewollt herzlichen als auch jugendfrei actiongeladenen Ende macht, ist allerdings weit vorhersehbar.

Warum sonst bräuchte Tuck eine Verflossene samt Sohn mit Sehnsucht nach einer starken Vaterfigur? Zu sagen bleibt da letztlich wenig. Die von McG („3 Engel für Charlie“) so flott wie flach abgespulte Komödie hangelt sich ohne echten erzählerischen Überbau von einem schadenfrohen – oder bemüht anzüglichen – Witz zum nächsten. Dazwischen darf Schweiger angestrengt grimmig in die Kamera blicken und daran erinnern, dass sein Regisseur Actionszenen immer noch besser inszeniert als Charaktere. Gut für ihn (und auch den Zuschauer), dass Pine, Hardy und Witherspoon sichtlich Spaß an ihren Rollen hatten.

Wertung: (5 / 10)

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