Curse of the Forty-Niner (USA 2002)

curse-of-the-forty-ninerUnter Trash-Freunden ist der Name John Carl Buechler ein fester Begriff. Der Regisseur („Troll“, „Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch“) und Effektkünstler („Halloween 4“, „Scanner Cop“) fördert aus dem Claim des Filmschunds seit jeher große Nuggets. Dass sein „Curse of the Forty-Niner“ ausgerechnet den ruhelosen Geist eines Goldsuchers sein Unwesen treiben lässt, erscheint da nur als logische Folge. Die Frage nach Qualität stellt sich nicht. Buechlers Filme richten sich an Freunde ausgemachten Unsinns und bedienen diese in der Regel ganz ordentlich. Bei einer illustren Besetzung wie im Falle von „Curse of the Forty-Niner“ wird unfreiwillige Komik ohnehin fast zum Selbstläufer.

Da ist Vernon Wells, der sich in „Phantom Kommando“ mit Arnold Schwarzenegger keilte und Filme wie „Fortress“ und „King of the Ants“ bereicherte. Hier mimt der Australier den verfluchten Goldgräber Jeremiah Stone, der seinen Schatz auch über das Grab hinaus mit allen Mitteln verteidigt. Zu spüren bekommt das eine Gruppe Camper, die sich auf die Suche nach Stones verschollenem Gold macht. Die daraus folgernde Rache des Toten macht auch vor Karen Black, Mutter der Nation in „Haus der 1000 Leichen“, Action-Marionette Martin Kove („Rambo 2“), John Phillip Law („Der Schimmelreiter“), dem Namen entsprechend in der Rolle des Sheriffs, und der abonnierten Schurkenvisage Richard Lynch („Armstrong“) halt.

„Curse of the Forty-Niner“ ist Slasher-Müll der unterhaltsamen Sorte. Die Effekte sind so kostensparend wie die unbekannten Darsteller, die etablierten Mimen so routiniert wie die fade Regie. Sofern man sich den qualitativen Niederungen des Films bewusst ist kann – und die Betonung liegt auf kann – das Horrorstück Vergnügen bereiten. Blutig geht es dabei im übrigen nicht zu, für die Splatter-Fraktion ist hier nichts zu holen. Der staubbedeckte Unhold Jeremiah Stone lässt Kette und Haken sprechen, ohne je über passablen Genreunterdurchschnitt hinaus zu morden. John Carl Buechler ist ein Garant für lausige Filme, diese spezielle Fähigkeit spielt er auch in seiner neunten Regiearbeit aus. So schaurig wie ein eingewachsener Zehennagel ist die Rache des Forty-Niner schnörkelloser Schund ohne Ideen oder Atmosphäre. Aber gerade das mag an speziellen Tagen durchaus seinen Zweck erfüllen.

Wertung: (4 / 10)

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