Counterparts – The Difference Between Hell and Home (2013, Victory Records)

counterpartshellhomeDa sag noch einer, aus dem Hause Victory kämen keine brauchbaren Platten mehr! Mit „The Difference Between Hell and Home“, ihrem zweiten Album über das streitbare Chicagoer Label, empfehlen sich COUNTERPARTS aus Ontario für den COMEBACK KID-Gedächtnispreis. Das klingt erst einmal gemein, weil es suggeriert, die Kanadier würden schlicht von ihren populäreren Landsmännern abkupfern. Dabei ist eine gewisse Ähnlichkeit in der Grundausrichtung aber schlicht nicht von der Hand zu weisen. Die Art, wie sie den modernen Hardcore interpretieren, überzeugt jedoch ungeachtet aller ins Hirn sprießender Referenzvergleiche.

Mit Schmackes und Spielfreude servieren COUNTERPARTS wuchtige Brecher, die in zweiter Schubstufe melodisches Gespür beweisen. Das kraftvolle Geschrei macht Eindruck und mündet bisweilen in mehrstimmige Refrains, was beim hervorstechenden „Compass“ mächtig Laune macht. Aber auch „Ghost“ oder „Wither“ taugen zur exemplarischen Herausstellung des amtlichen Hitpotenzials. Für Abstriche allerdings sorgen die sporadisch eingebrachten und metallisch geprägten Breakdowns, die eher als Bremser fungieren und Beliebigkeit einkehren lassen, wo es keiner bedurft hätte. Insgesamt aber bleibt „The Difference Between Hell and Home“ eine überzeugende Angelegenheit. Victory Records muss also noch nicht gänzlich abgeschrieben werden.

Wertung: (7 / 10)

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