Consumed – Pistols at Dawn (2002, Golf Records)

consumed-pistols-at-dawnUnter dem Namen GIBBON COMPLEX formierte sich 1993 im englischen Nottingham eine Band, die sich nach einigen Umbesetzungen CONSUMED nennen sollte. Den Grundstein für wachsende Popularität legten die vier durch ihre Bekanntschaft zur ebenfalls englischen Band SNUFF, die deren Demotape Fat -Wreck-Oberguru und NOFX-Frontmann Fat Mike vorlegte, der CONSUMED daraufhin ohne Zögern ins Gefüge seines Labels einbrachte. So wurde 1996 die CONSUMED-Debüt-Ep „Breakfast at Pappa’s” veröffentlicht, der zwei Jahre später mit „Hit for Six” auch der erste Longplayer folgte.

Das bis zum zweiten Album, „Pistols at Dawn” betitelt, nunmehr vier weitere Jahre ins Land gegangen sind, verdankt die Band dem Umstand neuerlicher Besetzungsprobleme sowie der Trennung von Mike und Fat Wreck. So waren CONSUMED dazu angehalten, sich auf die Suche nach einem Label in den Weiten des United Kingdoms zu begeben. Mit Golf Records ließ ein solches auch nicht lange auf sich warten, so dass „Pistols at Dawn” nun endgültig den Weg in ausgewählte innereuropäische Plattenläden gefunden hat. Stilistisch hat sich im Lager der Briten nichts geändert, CONSUMED agieren noch immer munter am Scheideweg zwischen Pop-Punk, Punk-Rock und Hardcore. Damit steht die Platte dem Vorgänger grundlegend in nichts nach.

Die temporeiche Genre-Kelle wird in Anlehnung an die klassische Fat-Wreck-Schule so versiert wie mitreißend geschwungen. Das führt zu diversen stattlichen Hits, etwa „Not Today”, „Gutbuster”, „Same Way Twice” oder „Odd Man Out”. Die Melodien sitzen ebenso wie die Chöre, wobei der aufkeimende Pop-Appeal – „Ready to Strike” erinnert anfangs deutlich an LIMP – gern von metallisch angehauchten Gitarren kontrastiert (vor allem bei „Take It On the Chin”) werden. Dass nicht alle der 12 (regulären) Tracks gleichwertig funktionieren, ist aufgrund der starken Gesamtleistung mehr als verzeihlich. Als Bonus beinhaltet der zweite Streich von CONSUMED eine einfallsreiche Dub-Percussion-Instrumental-Interpretation ihres „Breakfast at Pappa’s”-Smashers „Heavy Metal Winner”. Wer „Hit for Six” abzufeiern wusste, wird auch an „Pistols at Dawn” seine helle Freude haben.

Wertung: (7,5 / 10)

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