Cold & Dark (GB 2004)

cold-and-darkMit der Popgruppe Bros schwang sich Luke Goss in den 80ern in die Charts. Danach folgten Erfolge als Autor und Bühnenschauspieler. Zum Film war es von da nur noch ein kleiner Schritt. Nach Rollen in „Two Days, Nine Lives“ und „ZigZag“ öffnete sich Goss mit dem Part des Reapers in „Blade II“ erstmals einem größeren Publikum. Im ähnlich düster angelegten Mystery-Thriller „Cold & Dark“ bleibt der erfolgreiche Allrounder dem Horror verpflichtet, kann den durchwachsenen Streifen trotz überzeugender Leistung jedoch nicht vor dem Scheitern bewahren.

Der unerschrockene Cop John Dark (Luke Goss) ist im steten Dienst gegen den Abschaum der Gesellschaft. Bei einem Einsatz gegen den Gangster Ernie Stein (James Whale, „Charlie“) wird sein Partner Shade (Kevin Howarth, „Razor Blade Smile“) vermeintlich getötet, erwacht nach einigen Momenten jedoch wieder zum Leben. Von da an häufen sich mysteriöse Todesfälle unter Steins Getreuen, die von einer unbekannten Kreatur bestialisch abgeschlachtet werden. Als sich in Dark der Verdacht regt, sein Partner könne von einer fremden Macht besessen sein, muss er sich zwischen Loyalität und Gerechtigkeitssinn entscheiden.

Visuell hält Andrew Goths („The Wretched“) paranormaler Thriller, was er zum Auftakt verspricht. Blaufilter unterstreichen den düsteren Look, die gute Arbeit hinter der Kamera garantiert stimmige Einstellungen und Schwenks. Der optischen Stärke steht allerdings inhaltliche Verworrenheit gegenüber. Denn der Plot wird zäh aufgerollt und Arm an Höhepunkten bis zum enttäuschenden Showdown gestreckt. Die schleppende und oft konfuse Erzählweise wird durch Kommentare aus dem Off zu stützen versucht, doch ist aus der Figur des John Dark ungeachtet seiner Rückblicke nicht mehr herauszuholen als stete Ratlosigkeit.

Spannung schürt der Film auf diese Weise nicht. An einer handvoll blutiger Szenen hangelt sich „Cold & Dark“ über die Spielzeit und offeriert als einzigen Hingucker Darstellerin Carly Turnball. Die kaum erwähnenswerten Dialoge animieren zum vorzeitigen Abschalten, kreisen als ertraglose Wortgeflechte um einen hohlen Kern. Die Effekte sind nur Durchschnitt, die meisten Leistungen der Akteure ebenso. Der Idee hätte als Mischung aus „The Crow“ und „Dämon“ sicher mehr Potential innegewohnt, so ist der Film selbst hartnäckigen Genre-Fans nur unter Vorbehalt zu empfehlen.

Wertung: (3 / 10)

scroll to top