Cockneys vs Zombies (GB 2012)

cockneys-vs-zombiesLondon ist eine jener Metropolen, die im Horrorfilm regelmäßig von Zombie-Invasionen heimgesucht werden. So auch in der Splatter-Komödie „Cockneys vs Zombies“, in der die Untoten den Arbeiterstadtteil East End verwüsten und eine Gruppe rüstiger Rentner sowie glückloser Kleingangster zur verbissenen Gegenwehr animieren. Parallelen zu „Shaun of the Dead“ bleiben unverkennbar und auch wenn das muntere Low Budget-Blutvergießen wenig neue Ideen bietet, bürgen schräge Typen und klassischer britischer Humor für zünftige Kurzweil.

Um das Altenheim, in dem ihr grantiger Großvater Ray (Alan Ford, „Snatch“) haust, vor Räumung und Abriss zu bewahren, planen die Brüder Terry (Rasmus Hardiker, „Groove High“) und Andy (Harry Treadaway, „Fish Tank“) einen Banküberfall. Während der in Ermangelung von Abgebrühtheit und Expertise zu scheitern droht, buddeln Arbeiter auf einer Baustelle unweit des Rentnerstifts eine Grabkammer aus, in der blutgierige Skelette lauern und alsbald die übliche Spirale der Zombifizierung in Gang setzen. Das Viertel jedenfalls ist bald von umherwankenden Leichen gesäumt. Aber guter Rat ist für alle Beteiligten nur kurz teuer.

Ohne Aussicht auf Rettung verschanzen sich Opa und Co. – darunter das in die Jahre gekommene Bond-Girl Honor Blackman, die als Pussy Galore in „Goldfinger“ berühmt wurde – in der Küche. Mit Beute und Geiseln suchen Terry und Andy nebst ihrer entschlossenen Cousine Katy (Michelle Ryan, „Jeckyll“) und dem durchgeknallten Kriegsveteranen Mickey (Ashley Thomas, „The Veteran“) Zuflucht in einer Lagerhalle. Doch die Sorge um die Senioren lässt die Überlebenden bald in einem Doppeldeckerbus schwer bewaffnet zur Rettung nahen.

Dass Regisseur, Ideengeber und Produzent Matthias Hoene nur bedingte Finanzmittel zur Verfügung standen, bleibt dem Film jederzeit anzumerken. Aber (zumindest in der Originalfassung) spaßige Cockney-Dialoge, skurrile Splatter-Einlagen (inklusive eines fachmännisch weggekickten Zombie-Babys) und das stattliche Tempo sorgen für ansprechende Unterhaltung. Auch wird nicht an selbstreferenziellen Zitaten gespart und die „Verfolgungsjagd“ zwischen Rentner mit Gehhilfe und wankendem Zombie ist einfach herrlich überdreht. Der demographische Wandel hat also auch den Horrorfilm erreicht!

Wertung: (6,5 / 10)

scroll to top